Ortsverschönerung: Lieber bodenständig als besonders schön
BAYREUTH. 1000 Kilometer mit dem Bus und noch 40 weitere zu Fuß – eine knappe Woche durchforstete die Prüfungskommission des Ortsverschönerungswettbewerbes den Bayreuther Landkreis auf der Suche nach den schönsten Orten, Häusern und Gärten. Jetzt wurden die glücklichen Gewinner von Landrat Hermann Hübner für ihr gutes Händchen bei der Gestaltung der Orte und Anwesen ausgezeichnet.
Sowohl bei der Beurteilung der Ortschaften als auch der Einzelanwesen sei der Gesamteindruck entscheidend gewesen. Es seien nicht die strahlendsten, pompösen Objekte, die das Rennen machten.
Eine spürbare Verwurzelung mit der Heimat und eine in Material, Form und Farbe erkennbare Bodenständigkeit seien die entscheidenden Kriterien der erfahrenen Prüfer gewesen,
erläuterte der Landrat: „Entscheidend ist, was gefällt, und nicht das, was auffällt.“
Eins zeigte sich den Mitgliedern der Prüfungskommission besonders deutlich: Der Trend gehe wieder zur Natürlichkeit. Besonders sehe man dies in den Gärten, in denen wieder
Blumenwiesen Einzug gehalten hätten, in denen Hecken ein Lebensraum für viele Tiere seien und in denen auch wieder Rasenflächen zum Spielen entstünden.
Pettendorf ein "vorbildliches Dorf"
Für „ein in vielen Punkten vorbildliches Dorf“, verlieh Hübner den ersten Preis in der Kategorie Orte über 600 Einwohner an Pettendorf in der Gemeinde Hummeltal. Auf den
weiteren Plätzen landeten Waischenfeld und Gesees. Bei den kleineren Orten machte Benk (Gemeinde Bindlach) das Rennen vor Haidenaab (Gemeinde Speichersdorf) und Bärnreuth (Stadt Bad
Berneck).
Die Friedhöfe des Landkreises standen im Mittelpunkt des diesjährigen Sonderwettbewerbes. Wichtige Beurteilungskriterien seien der Bestand an Bäumen und Sträuchern sowie ein
harmonisches Gesamtbild aller Gräber gewesen, erklärte der Landrat. Unter 23 begutachteten Gottesäckern bewerteten die Prüfer die Friedhöfe in Benk, Bischofsgrün,
Pegnitz, Seybothenreuth und Waischenfeld als beispielhaft.
Strahlende Sieger im Wettbewerb der Einzelanwesen wurden die Familien Freche aus Mehlmeisel (Orte über 600 Einwohner) und Gerstacker aus Wohnsgehaig (Gemeinde Hummeltal). Beide Anwesen,
„keine Häuser von der Stange“, fügten sich mit viel Grün geschmackvoll in die umgebende Landschaft ein.
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv. Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich bei der Community registrieren und einloggen.