30.07.2010, 14:59 Uhr
TRIPTIS. Blut, tote Pferde, Autowracks: Eine Gruppe entlaufener Pferde hat am Freitagmorgen eine Massenkarambolage auf der A9 bei Triptis verursacht.
Die Pferde kamen von einer Koppel, die etwa 800 Meter Luftlinie von der Autobahn entfernt liegt. Was sie so erschreckt hat, dass sie ausbrachen, konnte die Polizei noch nicht herausfinden. "Die Koppel war ordnungsgemäß umzäunt", sagte Kröller. Die Tiere liefen etwa 1,6 Kilometer über eine Wiese, über einen Reitweg und eine Brücke hinweg, bevor sie auf die Autobahn galoppierten. Zwei von ihnen entkamen dem Desaster und konnten auf dem Rastplatz Rodaborn eingefangen werden.
Wegen des Unfalls war die A 9 in Richtung Nürnberg am Morgen zwischen Lederhose und Triptis für fünf Stunden gesperrt und wurde erst gegen 7.30 Uhr wieder freigegeben. Zuvor mussten die Autotrümmer und Tierkadaver von der Fahrbahn geräumt werden. Der Sachschaden wird auf rund 50 000 Euro geschätzt, hinzu komme der Wert der Pferde von etwa 3000 Euro pro Tier, sagte Kröller. Weiter nördlich auf der A14 bei Leipzig kam es in der Nacht zum Freitag auch zu einem Massencrash wegen zwei entlaufener Kühe. Dort waren fünf Autos in die Tiere gekracht. Ein Insasse starb, fünf Menschen kamen mit leichteren Blessuren davon, wie die Polizei in Leipzig berichtete. Die Autobahn Richtung Magdeburg war zwischen Leipzig-Mitte und Leipzig-Nord stundenlang voll gesperrt.
dpa
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