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30.07.2010, 09:32 Uhr

 

1,6 Millionen Euro für die Mathematik an der Uni

BAYREUTH. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die Forschergruppe 790 „Classification of algebraic surfaces and compact complex manifolds“ auch in den kommenden drei Jahren. 1,6 Millionen Euro stehen für diesen Zeitraum zur Verfügung – damit werden unter anderem sechs Arbeitsplätze an der Universität Bayreuth finanziert. Dies teilte die Pressestelle der Uni am Freitag mit.

 

Die DFG-Forschergruppe wurde erstmals im Jahr 2006 bewilligt. Ihr Ziel ist es, Methoden der algebraischen Geometrie, der komplexen Analysis und der Gruppentheorie auf das Studium von geometrischen Objekten anzuwenden.  Sprecher und Koordinator der Forschergruppe ist Professor Dr. Fabrizio Catanese an der Universität Bayreuth. Die erste Förderperiode zwischen 2007 und 2010 beruhte auf der Kooperation mit Wissenschaftlern an der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf und der Universität Köln.

Insbesondere in Düsseldorf war die algebraische Expertise angesiedelt - doch dieser Beitrag ging für die zweite Förderperiode auf tragische Weise verloren. Fritz Grunewald von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der das Forschungsprojekt „Rigid varieties, discrete groups and uniformisation“ übernehmen wollte, starb am 21. März in Bonn an Herzversagen. Genau einen Tag vor der Begutachtung der Forschergruppe für die zweite Periode.

Die Tatsache, dass Gutachter bereits aus New York angereist waren, machte es notwendig, die  Begutachtung dennoch stattfinden zu lassen. Der Verlängerungsantrag wurde trotz des schweren Verlustes positiv begutachtet. In der Bewilligung der DFG heißt es unter anderem: „Die Arbeitsthemen dieser Forschergruppe werden auf weltweit einmaligem Niveau bearbeitet.

Insbesondere am Standort Bayreuth konnte durch eine umsichtige Berufungspolitik eine nach wie vor kritische Masse von hervorragenden Forscherinnen und Forschern versammelt werden, die die mit Einrichtung der Forschergruppe verbundenen Erwartungen voll und ganz erfüllen...Sehr überzeugend ist ebenfalls das von der Forschergruppe initiierte Gäste- und Workshop-Programm. Den Antragstellern ist es sehr schön gelungen, hierfür hochkarätige Mathematiker zu gewinnen.“

Nun wurden für diese Forschergruppe  Mittel für die Fortführung über weitere drei Jahre zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um etwa 1,6 Millionen  Euro  für die Finanzierung von sechs Arbeitsstellen in Bayreuth, zwei in Freiburg sowie für Reisen, Workshops und Aufenthalte von Gastwissenschaftlern.




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