WAISCHENFELD. Hauptsächlich weil es ab kommendem Schuljahr an der Waischenfelder Volksschule die Hauptschulklassen sechs bis acht nicht mehr geben wird, mussten gestern in der Schule zahlreiche Lehrer verabschiedet werden. Nach 35 Jahren an der Schule geht aber auch die beliebte Schulsekretärin Angelika Gold in den Ruhestand.
„Ich habe meine Schule geliebt, sie war für mich wie ein zweites zu Hause“, sagte Gold. Sie hat auch die schwere Schulkrise wegen der Kombiklassen miterlebt und gemeistert. An
„ihrer Schule“ habe sie erfahren, wie es ist, nur liebe Menschen um sich zu haben.
Gold war das Bindeglied zwischen dem Lehrerkollegium, den Eltern, den Schülern und der Stadt. Schüler kamen zu ihr, wenn sie ein Pflaster brauchten, Lehrer wenn sie Kaffee wollten und die
Eltern, wenn es Probleme gab.
"Bester Elternbeirat aller Zeiten"
Besonders dankte Gold dem Bürgermeister Edmund Pirkelmann. „Herr Pirkelmann hatte immer ein offenes Ohr für die Schule“, sagte sie. Und in Richtung von
Elternbeiratsvorsitzendem Ralph Buus fügte sie hinzu: „Wir hatten den besten Elternbeirat aller Zeiten“.
Pirkelmann gestand, dass er Gold nie etwas abschlagen konnte, wenn sie bei ihm anrief. „Wir hatten auch nie Probleme mit den Lehrern – eher Spannungen mit den Oberen“, sagte
Pirkelmann. Er betonte, dass die Stadt und der Schulverband alles für die Bildung der Kinder getan hätten.
Leider habe das Ganze aber nun eine andere Wendung genommen. Gerne hätte man mit der Gesamtschule Hollfeld kooperiert, doch die Regierung „hat uns auf deutsch gesagt verarscht“.
Weiter meinte er: „Die Regierung hat noch nicht gelernt, dass die Leute auf dem Land auch nicht ganz blöd sind“. Bevor man eine Evaluation an einer Schule mache, sollte man mit so
etwas dort oben anfangen.
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