22.07.2010, 18:24 Uhr
Von Anna Stock
BAYREUTH. Gerade haben Vertreter von Politik und Bahn AG an der Göltzschtalbrücke im Vogtland das Baustellenschild der nun beginnenden Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Bahnstrecke in Richtung Hof enthüllt, da stellt sich in Bayreuth die Frage: Wann geht es hier weiter und überhaupt: Wird die Franken-Sachsen-Magistrale auf der Strecke von Hof über Marktredwitz, Pegnitz nach Nürnberg je komplett elektrifiziert werden?
Der 74 Kilometer lange Streckenabschnitt Reichenbach-Hof soll bis Ende 2013 fertig ausgebaut sein. Laut Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, sei dies ein weiterer Meilenstein zur Verbesserung des Personen- und Güterverkehrs auf der sogenannten Franken-Sachsen-Magistrale im südwestlichen Sachsen. Durch die neuen Oberleitungen werde ein schnellerer Zugbetrieb möglich sein.
„Als Franken-Sachsen-Magistrale wurde ursprünglich die zweigleisige Bahnstrecke Nürnberg-Marktredwitz-Hof-Reichenbach-Dresden bezeichnet“, erläutert ein Sprecher des Bayerischen Verkehrsministeriums. Die Strecke ist 390 Kilometer lang, allerdings bislang nur außerhalb Bayerns elektrifiziert.
Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans
Der Ausbau wird nun mit dem offiziellen Baustart an der Göltzschtalbrücke fortgeführt. Die Elektrifizierung des Abschnitts Nürnberg-Marktredwitz-Hof, einschließlich des
Abzweigs Marktredwitz bis zur deutsch-tschechischen Landesgrenze, sei aber fester Bestandteil des Projekts im Bundesverkehrswegeplan von 2003. Obwohl der Ausbau bereits beschlossen wurde, sei
aber derzeit noch offen, wann die gesamte Franken-Sachsen-Magistrale elektrifiziert sein werde, so der Sprecher des Ministeriums. Die Finanzierung durch den Bund sei in diesem Fall nicht
gesichert.
„Für den aktuellen Umbau der Strecke Reichenbach-Hof stellt der Bund, der Freistaat Sachsen, die DB AG sowie die EU Mittel in Höhe von 120 Millionen Euro bereit,“ teilte
Mücke mit. Außerdem können künftig überregionale Personenverkehrsverbindungen durch den City-Tunnel Leipzig angeboten werden, sodass die Streckenkapazität ab sofort
effektiver gestaltet werde.
Zurückhaltende Reaktion der DB Netz AG
Dies betont auch die Deutsche Bahn (DB) auch in einer Pressemitteilung: „Das ist das richtige Zeichen für eine moderne und umweltfreundliche Mobilität.“ Aber auf die Frage,
ob die Strecke irgendwann bis nach Nürnberg ausgebaut werden soll, reagierte Kathrin Fellenberg, Sprecherin der DB Netz AG, mit Zurückhaltung: „Momentan werden Gespräche
zwischen Bund und allen weiteren Beteiligten geführt und über eine länderübergreifende Finanzierungsvereinbarung gesprochen.“
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