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21.07.2010, 12:14 Uhr

 

Siegfried

Siegfried ist der Titel einer Oper von Richard Wagner, die zusammen mit den drei Musikdramen „Das Rheingold“, „Die Walküre“ und „Götterdämmerung“ das Gesamtwerk (bzw. die Tetralogie) „Der Ring des Nibelungen“ bildet. Beim Ring des Nibelungen handelt es sich um ein "Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend". „Siegfried“ wird am zweiten Tag aufgeführt.

 

Erster Aufzug

Alberichs Bruder Mime häm­mert in seiner Felsenhöhle mürrisch an einem Schwert. Alle Waffen, die er bisher schmiedete, erwiesen sich als zu schwach für die unbändige Kraft des jungen Sieg­fried, den er in der Hoffnung, mit seiner Hilfe einst in den Besitz des Ringes zu gelangen, wie einen eigenen Sohn bei sich aufzog. Doch alle Bemühungen Mimes, seine Zuneigung zu erwerben, bleiben vergeblich.

Als Siegfried aus dem Wald heimkommt, zeigt Mime ihm das neue Schwert, aber der schlägt es sofort in Stücke, fällt zornig über den verhassten Zwerg her und zwingt ihn unter Drohungen, da er nie glauben konnte, dass Mime sein leiblicher Vater sei, das Geheimnis sei­ner Herkunft preiszugeben. In seiner Angst erzählt Mime, dass er ihn zu sich in Pflege nahm, als Sieglinde starb und zeigt ihm zum Beweis die Stücke Notungs, das zerbrochene Schwert seines im Kampf gefallenen Vaters, das seine Mutter ihm hinterließ.

Begeistert, endlich das rechte Schwert zu besitzen, verlangt Siegfried, Mime solle die Stücke wieder zu­sammenschweißen, und stürmt in den Wald hinaus.

Da betritt Wotan als Wanderer die Schmiede und fordert Mime zu einer Wette heraus. Jeder solle dem anderen drei Fragen stellen und dabei seinen Kopf als Pfand setzen. Mühelos löst Wotan die Fragen des Zwerges, dieser aber weiß nicht zu sagen, wer das Schwert Notung neu zu schmieden vermag und erfährt von Wotan, dass nur, wer das Fürchten nicht kennt, dazu imstande sei. Damit ist Mimes Leben verwirkt, Wotan will es jedoch dem überlassen, der das Fürchten nicht lernte.Verzweifelt sucht Mime, als Siegfried zurückkehrt, diesen das Fürchten zu lehren.

Als er ihm von dem Drachen Fafner erzählt, der am Ende des Waldes hause, will Siegfried sofort aufbrechen und macht sich, da Mimes Kunst an Notung versagte, mit ungestümem Eifer selbst ans Werk, das Schwert zusammenzufügen. Mime bereitet unterdessen einen Trank, in der heimtückischen Absicht, Siegfried damit nach dem Kampf mit dem Drachen zu vergiften und sich dann des Ringes und Hortes zu bemächtigen. Das Schwert ist fertig. Siegfried schwingt es jubelnd und zerschlägt mit einem mächtigen Hieb den Amboss in zwei Teile.

Zweiter Aufzug

Alberich hält Wache vor der Höhle Fafners, darauf wartend, dass der Fluch des Ringes auch an dem sich vollziehe, der jetzt den Hort besitzt. Wütend beschuldigt Alberich Wotan, der ebenfalls zur Höhle des Drachen gekommen ist, neue Ränke zu ersinnen, um den Ring wieder an sich zu bringen. Dieser aber erwidert, dass Mime jetzt nach der Macht trachte, und weckt Fafner, um ihn zu warnen. Der aber will in Ruhe gelassen werden.Bald jedoch wird der Drache durch Siegfrieds Hornruf erneut gestört und wälzt sich aus seiner Höhle.

Siegfried tritt dem Untier furchtlos entgegen und stößt ihm nach kurzem Kampf sein Schwert ins Herz. Als er seine von Fafners Blut benetzte Hand an den Mund führt, versteht er plötzlich die Sprache des Waldvogels, der ihm rät, Ring und Tarnhelm aus der Höhle zu holen und sich vor Mimes Arglist zu hüten. Als dieser ihm den giftigen Erfrischungstrunk reicht, streckt Siegfried, der seine Absichten durchschaut, ihn angewidert zu Boden.

Nachdem Siegfried ermüdet vom Kampf eine Weile gerastet hat, meldet sich der Waldvogel aufs Neue und erzählt ihm von Brünnhilde, die schlafend auf den Hel­den wartet, der die Flammen zu durchschreiten wagt, die ihren Felsen umlodern. Voll Abenteuerlust und Sehnsucht nach Liebe springt Siegfried auf und folgt dem Vogel, der ihm den Weg zu Brünnhilde zeigt.

Dritter Aufzug

Wotan hat in stürmischer Nacht Erda aufge­sucht, um sich die Zukunft deuten zu lassen, kann jedoch nichts Neues von ihr erfahren und fürchtet auch das Ende der Götter nicht mehr, seit er es selbst herbeiführen will, erfüllt von der Hoffnung, Brünnhildes Lie­be werde Siegfrieds Welterlösungstat bewirken — die Rückgabe des Ringes an die Rheintöchter. Als Siegfried sich nähert, tritt Wotan ihm entgegen und versperrt ihm, um seinen Mut zu prüfen, mit dem Speer den Weg.

Doch Siegfried zieht das Schwert, zer­schlägt den Speer, an dem einst Notung zerbrach, und führt damit zugleich, ohne es zu ahnen, das Ende der Götterherrschaft herbei.Siegfried hat die Flam­men durchdrungen und findet Brünnhilde in voller Rü­stung auf dem Gipfel liegen. Behutsam löst er Helm und Brünne der Schlafenden, die er zunächst für einen Mann hält. Überwältigt von ihrer Schönheit und ver­wirrt, zum ersten Mal eine Frau zu sehen, empfindet er Liebe und Angst zugleich. Scheu küsst er Brünnhilde wach. Diese erkennt in ihm den Helden, den sie schon liebte, noch ehe er geboren war und entsagt, um der Liebe willen, jubelnd ihrer Göttlichkeit.




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