21.07.2010, 12:14 Uhr
FRANKFURT/MAIN. Der Regisseur Hans Neuenfels geht bei den Proben für seine Neuinszenierung von Richard Wagners Meisterwerk "Lohengrin" in Bayreuth bis an seine Grenzen. "Die Probenzeiten sind zu kurz. Fünfeinhalb Wochen sind einfach zu wenig, ich weiß nicht, wie die Kollegen das hinkriegen, ich jedenfalls werde davon überrannt, das geht bis an die Grenzen der Tabletten- und Alkoholsucht", sagte der 69-Jährige der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe).
Er habe in Bayreuth schon Ärzte gebraucht und Cortison geschluckt. Wenn er anderswo inszeniere, lägen manchmal Tage zwischen den Proben, in Bayreuth seien es Stunden. Das Arbeitsklima sei jedoch "herzlich und fabelhaft". Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier machten sich allerdings Sorgen um ihn, dass er zu viel rauche.
Mit "Lohengrin" beginnen am Sonntag (25. Juli) die 99. Bayreuther Festspiele. Neuenfels ist einer der umstrittensten Regisseure des Musiktheaters, "Lohengrin" ist seine erste Regiearbeit in
Bayreuth.
ddp
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