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21.07.2010, 11:47 Uhr

 

Das Rheingold

Das Rheingold ist eine Oper von Richard Wagner und bildet zusammen mit den folgenden drei Musikdramen Die Walküre, Siegfried und Götterdämmerung das Gesamtwerk (die Tetralogie) Der Ring des Nibelungen. Beim Ring des Nibelungen handelt es sich um ein "Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend". Das Rheingold ist das kürzeste der vier Werke (ca 2 1/2 Stunden) und wird ohne Pause aufgeführt.

 

Foto: Ritter
1. Szene

Mit wachsender Gier beobachtet der Zwerg Alberich auf dem Grund des Rheins die spielenden Rheintöchter. Er versucht, sich ihnen zu nähern; die Mädchen geben zum Schein seinem Verlangen nach, verhöhnen den Zwerg aber wegen seiner Hässlichkeit.

Erst ein geheimnisvoller Schimmer lenkt Albe­rich von den Rheintöchtern ab. Sie verraten ihm, dass der Glanz vom Rheingold herrühre, das sie bewa­chen müssen, obwohl ein Diebstahl kaum zu befürch­ten sei: Nur wer auf die Liebe verzichte – was noch niemandem gelang – könne das Gold gewinnen und zu einem Ring schmieden, der seinem Besitzer unbe­grenzte Macht verleihe. Rasend vor Wut über den Spott der Rheintöchter, zugleich aber überwältigt von der Möglich­keit, die Welt beherrschen – und sich Lust künftig zu erzwingen – verflucht Alberich die Liebe, stürzt sich auf das Gold und verschwindet unter dem Wehklagen der Rheintöchter mit seinem Raub in der Tiefe.

2.Szene

Die Rie­sen Fasolt und Fafner haben für Wotan und die Götter die Burg Walhall gebaut und verlangen als Lohn die Göttin Freia – die ihnen auch versprochen wurde. Freia ist die einzige, die sich auf die Pflege der goldenen Äpfel versteht, die den Göttern Macht und ewige Jugend verleihen. Wotan weigert sich jedoch, die Forderung der Riesen zu erfüllen, und vertraut auf Loge, der ihm versprach, sich nach Ersatz für Freia umzusehen. Dieser erscheint, als die Riesen sie schon mit Gewalt an sich bringen wollen, und erzählt den Göttern, dass Alberich das Rheingold geraubt und daraus einen Ring geschmiedet habe, der ihm zu grenzenloser Macht verhelfe.

Loge drängt Wotan, dafür zu sorgen, dass die Rheintöchter das Gold zurückerhalten. Die Riesen haben aufmerksam zugehört und erklären sich bereit, Freia wieder herauszugeben, wenn Wotan ihnen stattdessen das Gold verschaffe. Bis dahin behalten sie Freia als Geisel. Kaum sind die Riesen mit Freia verschwunden, wird schnelles Handeln erforderlich: Die Götter beginnen plötzlich zu altern, da sie noch nicht von den stärkenden Äpfeln gegessen haben. Wotan muss seinen Plan aufgeben, den Ring sich selbst zu verschaffen, und steigt mit Loge hinab nach Nibelheim, um Alberich das Gold zu entreißen.

3.Szene

Die Nibelungen fristen ihr Dasein als Sklaven unter der Gewaltherrschaft Al­berichs. Dieser hat seinen Bruder Mime gezwungen, ihm einen Tarnhelm zu schmieden, mit dem er sich un­sichtbar machen, verwandeln und an jeden gewünsch­ten Ort zaubern kann. Um seine Macht zu beweisen, nimmt Alberich vor Wotan und Loge die Gestalt einer großen Schlange an. Kaum hat er sich jedoch auf Loges listigen Vorschlag in eine Kröte verwandelt, fangen ihn die Götter, fesseln ihn und bringen ihn ans Tageslicht.

4. Szene

Um seine Freiheit wiederzuerlangen wird Alberich gezwungen, den Nibelungenhort herauszugeben. Als Wotan als Lösegeld auch Tarnhelm und Ring haben will, stößt Alberich einen Fluch aus: Wer den Ring besitzt, soll dem Tod verfallen sein. Fasolt und Fafner kehren mit Freia zurück und ver­langen, so viel Gold aufzuschichten, bis Freias Gestalt davon vollständig verdeckt ist.

Da der Schatz dazu nicht ausreicht, soll Wotan auch Albe­richs Tarnhelm und den Ring herausgeben. Aber erst als Erda erscheint und das baldige Ende der Götter prophezeit, wenn Wotan den Ring behält, gibt dieser nach. Freia ist erlöst, und die Götter halten Einzug in Walhall. Zuvor jedoch erfüllt sich Alberichs Fluch: im Streit um den Ring wird Fasolt von Fafner erschlagen.

Florian Zinnecker




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