Achtklässler erhalten Einblick in den Beruf eines Mediendesigners
BAYREUTH. Treppe oder Aufzug? Wir entschieden uns für das Sportlichere - die Treppe! Bis ins 5. Stockwerk mussten wir steigen, dann waren wir angekommen, in der Abteilung für Medien in der Handwerkskammer Bayreuth. Doch was taten wir hier? Wir, die Klasse 8 c des MWGs, hatten den 16. Juni schulfrei, um in den Beruf des Mediendesigners hineinzuschnuppern.
Nach ein paar einleitenden Worten von Herrn Trebes, einem Abteilungsleiter der HWK, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. An 14 hochwertigen Computern von Apple mit riesigen Bildschirmen gab die
Grafikdesignerin Sabine Wöhner der ersten Gruppe einen spannenden und informativen Einblick in ihren Beruf. Mithilfe des Programms "Adobe Photoshop" erstellten wir Schritt für Schritt
unter der Anleitung von Frau Wöhner das Bild einer dreidimensionalen Kugel. Verschiedene Farbverläufe, Muster, Schatten und der Name des jeweiligen Schülers wurden in
unterschiedlichen Ebenen hinzugefügt. Es war sehr erstaunlich, wie viel Arbeit in so etwas relativ unspektakulär Aussehendem steckt. Schließlich wurden unsere Kugelbilder
ausgedruckt, die wir stolz in die Pause mitnahmen.
„Boah, sind das viele Brötchen!“, ruft Tim, als er nach Beendigung des Bildbearbeitungs-Workshops auf dem Flur der HWK das für uns bereitgestellte Buffet mit vielen opulent
und liebevoll belegten Brötchen sieht. Wir können so viel essen, wie wir wollen, und uns ein Getränk nach Wahl aussuchen. Als uns der Videoproduzent Herr Thomas Großmann nach
der Stärkung die Tür zum Filmstudio öffnet, bestaunen wir mit großen Augen und aufgerissenen Mündern die Profi-Ausstattung und Größe des Filmstudios. Satt und
zufrieden ist es dann natürlich kein Problem für uns, uns noch eine weitere Stunde über Greenscreens, die drei beeindruckenden Kameras und die Beleuchtung zu informieren.
Moderator auf der Alm
„Die Beleuchtung ist das Wichtigste für das Aussehen eines Moderators im Fernsehen. Da kann er so gut geschminkt sein, wie er will, ohne Beleuchtung bringt das alles nichts!“,
erklärt uns Herr Großmann, wobei er sich eine Schülerin mit langen blonden Haaren heraussucht und sie vor die Kamera stellt. Auf dem Sucher der Kamera können wir erkennen, wie
sich das Bild auf Grund verschiedener Lichter und Scheinwerfer verändert. Das Spitzlicht z. B. spielt eine große Rolle, da es dem Bild Tiefe verleiht. „MAZ läuft!“,
tönt es kurz darauf aus der Regie in das Studio, denn ein von Herrn Großmann glücklicher Auserwählter darf im Studio eine Nachrichtensendung anmoderieren. Das sorgt bei den
restlichen Gruppenmitgliedern in der Regie für einige Lacher, denn natürlich verhaspelt er sich oft. Aber die kleinen Patzer machen das Ganze lockerer und lustiger! „Der Hintergrund
ist so langweilig grün! Können wir ihn nicht irgendwie verändern?“, ruft jemand. Gesagt, getan. Plötzlich steht unser talentiertes Klassenmitglied, das sich als Moderator
versucht, vor einer breiten Straße in Seattle oder einer fröhlichen Alm.
Nachdem wir noch verschiedene Tonaufnahmen gedreht hatten, kam uns spontan die Idee, einen Werbespot für die Internetseite der HWK aufzunehmen. Als der Spot im Kasten war, war die Zeit schon
abgelaufen und Herr Trebes verabschiedete uns mit herzlichen Worten und einer Einladung für besonders Interessierte, noch einmal vorbeizukommen, um in die technischen Feinheiten eingeweiht zu
werden. Auf jeden Fall hat uns der Tag gut gefallen und einige von uns werden Herrn Trebes beim Wort nehmen.
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