19.07.2010, 15:00 Uhr
JENA. Internetbetrüger gehen immer raffinierter vor, um Kontodaten und Passwörter abzugreifen.
Wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Jena am Montag mitteilte, seien die Methoden nicht mehr so einfach zu erkennen wie früher. Die Kriminalpolizei in Jena und Weimar bearbeite derzeit knapp ein Dutzend Anzeigen wegen des sogenannten Phishings. Der Schaden belaufe sich jeweils zwischen 1000 und 6000 Euro.
Wurden früher die Daten mit Hilfe von massenhaft versendeten E- Mails abgefischt, kommen nun verstärkt schädliche Programme - Trojaner genannt - zum Einsatz. Will der Kunde seine Bankgeschäfte via Internet erledigen, öffne sich dann ein Fenster, so die Polizei. Darin sei von einer Störung die Rede und der Bankkunde werde aufgefordert, seine Daten und eine Transaktionsnummer TAN einzugeben. Damit plündern die Täter dann das Konto des arglosen Internetnutzers.
Die Polizei rät, sofort das Online-Banking abzubrechen, wenn etwas anders verläuft als sonst. Auch Grammatik- und Rechtschreibfehler seien ein Indiz auf Kriminelle, da die Täter häufig aus dem Ausland stammten.
dpa/Symbolbild: pa
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