TROSCHENREUTH. Das wird die Troschenreuther Katholiken nicht glücklich stimmen: Andreas Seliger wird ab 1. September in Ansbach wirken. Pfarrer Franz Reus von der Pegnitzer Pfarrei Herz Jesu betont jedoch, dass dieser nie als Kaplan in Troschenreuth eingesetzt war, sondern eine Kaplanstelle in Pegnitz innehatte.
Wechselt zum 1. September nach Ansbach: Andreas Seliger (re.).
Seliger verlässt die Pfarrei, weil Reus als Ausbilder Troschenreuth nicht mehr übernehmen wollte – und wegen Problemen zwischen den beiden. Ein neuer Geistlicher wird in Zukunft die
Seelsorge übernehmen. „Mir ist das einfach zu viel geworden“, erklärte Reus gestern im Kurier-Gespräch. Mit seinen 74 Jahren sei er alt genug, um die Verantwortung
für Troschenreuth abzugeben. Deswegen bat er Erzbischof Dr. Ludwig Schick darum, ihn von dieser Aufgabe zu entbinden. Und erst daraufhin wurde Andreas Seliger von seiner Kaplanstelle in
Pegnitz versetzt. Diese Reihenfolge werde oft verwechselt und falsch dargestellt, so Reus: „Seliger war in Pegnitz eingesetzt und ich habe ihm nur einige Aufgaben in Troschenreuth
überlassen.“ Und dass ein Kaplan versetzt wird, sei das Normalste der Welt.
Unterschiede im Stil
Das sei die eine Seite. Zum anderen habe es Differenzen zwischen ihm und Andreas Seliger beispielsweise im Stil der Seelsorge gegeben. Auch über die Feier der Liturgie gehen die Meinungen der
beiden auseinander – die Zusammenarbeit habe sich einfach nicht günstig entwickelt. Doch der Hauptgrund sei: „Mir ist das wie gesagt einfach zu viel geworden in
Troschenreuth.“
Mehr wolle er dazu nicht sagen. Es sei von Anfang an geplant gewesen, dass Troschenreuth, Trockau und Büchenbach von einem Seelsorger betreut werden. Lediglich durch die Ausbildungssituation
von Seliger sei dieser Ausnahmefall in Troschenreuth entstanden.
Die Versorgung sei aber auch in Zukunft gewährleistet: „Wir können sicher damit rechnen, dass ein Geistlicher kommen wird, der die Seelsorge in Pegnitz-Stadt und -Land
übernehmen wird“, sagt Reus. Pfarrer Josef Hell übernimmt neben Trockau und Büchenbach ab 1. September auch noch die Pfarradministration in Troschenreuth. Mit ihm wird Reus
klären, wann und wo Gottesdienste gehalten werden.
Der neue Geistliche, der laut Reus kein Kaplan ist, wird zunächst für ein Jahr eingesetzt. Reus versprach, dass es in allen Gemeinden auch weiterhin Gottesdienste geben wird.
Dies ist eine Nachricht aus unserem Archiv. Es können daher keine neuen Kommentare verfasst werden.
Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich bei der Community registrieren und einloggen.