30.06.2010, 17:10 Uhr
BERLIN. Der Kandidat von Union und FDP für das Amt des Bundespräsidenten, Christian Wulff (CDU), ist auch im zweiten Wahlgang gescheitert.
Der niedersächsische Ministerpräsident erhielt nach Angaben von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) am Mittwoch in der Bundesversammlung 615 Stimmen. Das sind 8 Stimmen weniger als für die absolute Mehrheit von 623 Stimmen der insgesamt 1244 Wahlleute notwendig gewesen wäre.
Wulff war im ersten Anlauf mit 600 Ja-Stimmen überraschend deutlich durchgefallen - und das, obwohl das schwarz-gelbe Lager rechnerisch 644 Stimmen hat.
Jetzt reicht relative Mehrheit
Nun ist ein dritter Wahlgang notwendig, in dem die einfache Mehrheit ausreicht. Die Linkspartei hatte nach dem ersten Wahlgang signalisiert, dass sie den Kandidaten von SPD und Grünen, den DDR- Bürgerrechtler Joachim Gauck, weiterhin ablehnt.
Damit hätte Gauck im dritten Wahlgang nur Außenseiterchancen. Er kam im zweiten Wahlgang auf 490 Stimmen.
dpa/Foto: dpa
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