25.06.2010, 17:01 Uhr
Von Peter Engelbrecht
BAYREUTH. „Der Schutz der Gesundheit muss Vorrang haben vor den Interessen der Tabaklobby.“ Das sagen die Landesvorsitzende der Grünen, Theresa Schopper, und die Bayreuther Grünen-Landtagsabgeordnete Ulrike Gote.
Beide warben in Bayreuth für den Volksentscheid für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie, über den die Wahlberechtigten am Sonntag, 4. Juli, bayernweit abstimmen können. Führt der Volksentscheid zum Erfolg, dann darf künftig in Gaststätten, Bars, Kneipen, Diskotheken und Festzelten nicht mehr geraucht werden.
Anspruch auf wirksamen Schutz
„Für klare Regelungen ohne Ausnahmen“, warben Schopper und Gote. Die bayerischen Bürgerinnen und Bürger hätten einen Anspruch auf einen wirksamen Schutz ihrer
Gesundheit. „Passivrauchen kann schwere Erkrankungen wie Lungenkrebs und Herzinfarkte verursachen“, warnten beide.
Der Zuspruch der Bürger an den Informationsständen, von denen sich auch einer am Freitga in der Bayreuther Fußgängerzone befand, sei äußerst positiv.
Zuversichtlich stimmte Schopper auch die hohe Nachfrage nach Briefwahlunterlagen, hier sei das Interesse teilweise größer als bei den Kommunalwahlen 2008. Sie hoffe auf eine große
Mobilisierung der Rauchgegner in der nächsten Woche.
Breites gesellschaftliches Bündnis
Ein breites gesellschaftliches Bündnis habe sich zusammengeschlossen, zu dem auch Ärzte, Apotheker und der Landessportverband gehören. „Die Leute haben das Hüh und Hott von CSU und FDP beim Nichtraucherschutz satt“, gab Schopper die Stimmung wieder.
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