24.06.2010, 17:04 Uhr
BAYREUTH. Ohne Direktzahlungen ist das Überleben vieler Landwirte gefährdet. Deshalb fordert der Bayerische Bauernverband (BBV), diese EU-Beihilfen auch in Zukunft zu gewähren. Es brauche auch nach 2013 eine EU-Agrarpolitik, die allen Bauernfamilien zu gute kommt, betonte der BBV-Kreisobmann Karl Lappe bei einem Pressetermin am Donnerstag auf dem Hof der Landwirtsfamilie Kolb in Oberobsang.
Ende nächster Woche treffen sich Landwirte aus ganz Deutschland zum Deutschen Bauerntag in Berlin. Auf der umfangreichen Themenliste steht auch die Zukunft der gemeinsamen europäischen
Agrarpolitik nach 2013. Im Vorfeld des Treffens gehen die deutschen Bauern unter Führung des Deutschen Bauernverbandes schon mal in die Offensive und haben die Kampagne „Arbeit mit
Leidenschaft - Die deutsche Bauern“ gestartet, mit der die Öffentlichkeit auf die Arbeit und Leistung der deutschen Bauernfamilien aufmerksam gemacht werden soll.
Es gehe, sagte Lappe, ganz konkret um die Verteilung der Gelder durch die EU nach 2013. Und so gilt es – und wird in Berlin auch passieren –, dass sich der Deutsche Bauernverband
positioniert, um die Fortzahlung der Ausgleichszahlungen auch in Zukunft zu gewährleisten. Denn ohne dieses Geld aus Brüssel, das zwischen 20 und 25 Prozent der Einkommens vieler
Bauernfamilien ausmache, können viele Betriebe nicht erhalten und Nahrungsmittel nicht günstig produziert werden.
gb
Foto: dpa
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