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20.06.2010, 17:08 Uhr

 

Beerenstarker Genuss

Von Anja Halbauer

MAINLEUS/KULMBACH. Gänseblümchensuppe, Lendchen mit Fruchtsoße, grüner Blattsalat mit Rosenblüten – abgeschmeckt mit Himbeeressig – und als Nachspeise Erdbeer-Tiramisu. Und dazu ein Gläschen Hollerwasser. Alles ganz natürlich eben, denn bei Edith Wagner aus Witzmannsberg (Mainleus) kommen in erster Linie Beeren, Blüten und Kräuter aus dem eigenen Garten auf den Tisch. Damit gibt die 53-Jährige einen Trend vor, denn Natürlichkeit im Speiseplan ist wieder in.

 

Frischer, gesünder, schmackhafter – Edith Wagner kennt viele Vorteile des natürlichen Warensortiments. Vorteile, die inzwischen bei vielen Menschen ankommen, glaubt die Kräuterpädagogin, Ernährungsfachfrau und Hauswirtschaftsmeisterin. Ein Grund seien die Lebensmittelskandale, ein anderer, dass „inzwischen alles immer überall zu haben ist“. Und dass Erdbeeren, die halb reif in Israel geerntet worden seien, um dann auf dem Weg nach Deutschland zu reifen, nicht so gut schmecken wie die aus dem eigenen Garten, werde eben wieder mehr und mehr zur Kenntnis genommen.

Edith Wagner hat ihren Garten schon längst zur Vorratskammer umgebaut. An einer Ecke blüht der Holunder, an der anderen sind die ersten Beeren reif für den Kochtopf. „Ich koche mit allem, was unsere Region zu bieten hat“, erklärt die 53-Jährige begeistert. Sie steht auf die ganz natürlichen fränkischen Spezialitäten – und gibt ihr Wissen auch weiter. Kräuterführungen, Kochkurse, Aufklärungsarbeit in Grundschulen. Edith Wagner will mithelfen, eine Fast-Food-Gesellschaft zu verhindern. „Und da muss man schon ganz früh anfangen.“ Schon bei Drittklässlern wirbt sie für den natürlichen Genuss und zeigt ihnen, „was wann bei uns zu Hause wächst“, denn viele Kinder wüssten bei manchen Lebensmitteln nur noch, wie sie in der Verpackung aussehen.

Edith Wagner geht es aber auch um den Geschmack, der durch Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker abgestumpft werde. „Da schmeckt doch alles gleich“, meint sie kopfschüttelnd und startet gleich einen Aufruf „zurück zur Natürlichkeit“. Zumal frische Beeren und Blüten, wenn aus dem eigenen Garten, nicht behandelt und frisch verwendet noch dazu sehr gesund seien. Immerhin hätten Erdbeeren anteilsmäßig mehr Vitamin C als eine Zitrone, trumpft die 53-Jährige auf. Und noch ein ganz handfestes Argument hat die Witzmannsbergerin parat, schließlich spare der Gang in den Garten nicht nur den Weg zum Supermarkt, sondern auch Geld. „Wer schon mal eine Schale Himbeeren gekauft hat, weiß was das kostet.“ 30 Jahre lang habe sie in einem Dreigenarationenhaushalt gelebt, „da kann man sich vorstellen, wie viel günstiger es ist, wenn man sich rund ums Haus bedienen kann“. Doch nicht jeder kann wie Edith Wagner auf einen großen Garten zurückgreifen. Der natürliche Speiseplan ist aber dennoch nicht ausgeschlossen, schließlich gebe es Märkte mit regionalen Produkten und auch in der freien Natur die eine oder andere beerenstarke Beilage zu entdecken. „Aber ganz wichtig ist dabei, zu kennen, was man pflückt“, warnt die Witzmannsbergerin. Selbst zum Garnieren sollten es laut der Fachfrau nur Blüten sein, die essbar sind – „man muss sich also schon ein bisschen auskennen“, wenn man sich gern durch die Natur naschen will.

Foto: Halbauer


Edith Wagner bietet neben Kräuterführungen auch Kochkurse unter dem Motto „Beeren- und Blütenträume für die Sommerküche“ an. Der nächste findet am Mittwoch, 23. Juni, bei der Volkshochschule Kulmbach, Telefon 0 92 21/ 94 02 69, statt. Weitere Infos unterwww.kraeuter-witzmannsberg.de.



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Bayreuth hätte es verdient, mindestens unter die Top 3 zu kommen. Daher bin ich mit dem Ergebnis der Studie nicht ganz zufrieden.
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