17.06.2010, 16:20 Uhr
Von Nadine Laska, Saskia Kunert, Semra Ülker, Alexander Kunert und Daniel Yavuz
SPEICHERSDORF. Mit den negativen Auswirkungen von Graffiti befassten sich Achtklässler der Werner-Porsch-Volksschule.
Nicht jeder mag sie: Graffiti. Mit den negativen Auswirkungen der wilden Farbsprühereien befassten sich Achtklässler der Werner-Porsch-Volksschule. Sie schreiben über den Besuch zweier Polizeibeamter in ihrer Klasse:
Zu Gast bei uns waren Manfred Ludwig und Ralf Regengold, zwei Beamte der Bundespolizei. Als erste Graffiti gelten die Höhlenmalereien der Steinzeitmenschen, wie ein italienischer Archäologe feststellte. Heute gibt es verschiedene Formen von Graffiti, wie etwa das Scratching und Etching. Unter Scratching versteht man das Einkratzen von Namenskürzeln in Scheiben, während man beim Etching Glasscheiben mit Säure verätzt.
Hauptsächlich sind es die Jugendliche im Alter zwischen 13 und 21 Jahren, die durch diese Straftaten Ruhm erlangen wollen, erklären die Polizeibeamten. Außerdem spielen wohl Nervenkitzel, Mutproben und die Suche nach einer neuen Identität eine große Rolle. Das Interesse der Jugendlichen für das Graffiti sprühen wird durch Medien wie Fernsehen und Internet geweckt.
Riesiger Sachschaden
Die Ausrüstung ist leicht in Baumärkten und im Internet erhältlich, erklärten die Polizisten. Meist sieht man Graffitis in der Stadt an Hauswänden und an Zügen. Allein im Jahr 2008 wurden im Bereich der Bahn 46.000 Fälle von Sachbeschädigungen registriert. Der Schaden belief sich auf insgesamt 50 Millionen Euro. Wir finden, eine hohe Summe, nur dafür, dass Jugendliche Ruhm erlangen wollen. Die Reinigung und Lackierung eines Zuges nimmt sieben Tage in Anspruch und die Kosten dafür belaufen sich auf 15.000 Euro. Hinzu kommen die Ausfallkosten für den Zug.
Wird der Täter gefasst, wird er nach dem Strafgesetzbuch verurteilt. Es drohen Geld- aber auch Freiheitsstrafen. Wird kein Täter gefasst, muss die Bahn den Schaden bezahlen und somit steigen auch die Fahrpreise.
Auch persönliche Fragen beantworteten die beiden. Natürlich interessierte es uns, wie man zur Bundespolizei kommt und was für sie das Schöne an diesem Beruf ist. Dabei erfuhren wir, dass man sich mit einem guten qualifizierenden Hauptschulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung zum Polizisten ausbilden lassen kann. Das Besondere an diesem Beruf, so Ludwig, sei die Vielfalt. Man arbeite im Team in der Öffentlichkeit und dadurch komme man mit den verschiedensten Menschen in Kontakt, was die Arbeit seht interessant macht. Zudem hat man das gute Gefühl an einem Miteinander in der Gesellschaft mitwirken zu können.
Da die Bundespolizei auch im Ausland tätig ist, hat man die Möglichkeit, auch einmal in einem anderen Land zu arbeiten. Es war eine sehr interessante und aufschlussreiche Unterrichtsstunde.
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