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16.06.2010, 15:20 Uhr

 

Münchner Elefantenbaby litt an rätselhafter Knochenkrankheit

BERLIN. Das Elefantenbaby Jamuna Toni aus dem Münchner Tierpark hat an einer rätselhaften Knochenerkrankung gelitten. Die sechs Monate alte Elefantin, die am Montag eingeschläfert worden war, habe mehr als 50 Knochenbrüche am ganzen Körper gehabt, teilte das Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) am Mittwoch nach einer Obduktion mit.

 

Die kleine Jamuna Toni litt unter einer mysteriösen Knochenkrankheit. Fotos: dpa
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Die kleine Jamuna Toni litt unter einer mysteriösen Knochenkrankheit. Fotos: dpa
Die sechs Monate alte Elefantin, die am Montag eingeschläfert worden war, hatte mehr als 50 Knochenbrüche am ganzen Körper.
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Die Verletzungen hatten nichts mit Stürzen zu tun. Die Krankheitsursache gibt den Forschern Rätsel auf und soll weiter untersucht werden. "Der extrem rasante Krankheitsverlauf und die erschreckende Art und Anzahl der Knochenbrüche, die nach dem Tod durch eine computertomografische Untersuchung festgestellt wurden, sind bisher noch nie beschrieben worden", erläuterte der zoologische Direktor des Münchner Tierparks Hellabrunn, Andreas Knieriem, laut Mitteilung.

Wochenlange Unersuchungen stehen an

Die Brüche ließen auf eine stoffwechselbedingte Knochenerkrankung schließen. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann die Ursache noch nicht geklärt werden", betonte er jedoch. "Bestandteil weiterer Nachforschungen werden auch genetische und angeborene Ursachen einschließen." Das komplexe Krankheitsbild erfordere viele weitere Untersuchungen an Blut, Knochen und allen wichtigen inneren Organen. Dies werde Wochen dauern.

Der Gesundheitszustand des Elefantenmädchens Jamuna Toni hatte sich am vergangenen Wochenende innerhalb kürzester Zeit dramatisch verschlechtert. Die kleine Elefantin konnte zuletzt nicht mehr allein stehen. Sie bekam große Kreislaufprobleme und litt zusätzlich an einer Lungenentzündung. Alle Behandlungsversuche schlugen fehl. Eine Ethikkommission entschied deshalb am Montag, Jamuna Toni einzuschläfern.

dpa




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