14.06.2010, 18:17 Uhr
BAYREUTH. Wo drückt der Schuh? – Das fragte gestern Vormittag der FDP-Abgeordnete Thomas Hacker im Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium.
Die neuen Bedingungen für den Übertritt zum Gymnasium, die Förderklassen für Realschüler, das G 8 und die hoch Begabten standen im Mittelpunkt des Gedankenaustausches, den Hacker mit Schulleiter Oberstudiendirektor Dieter Funk, dessen Stellvertreter Studiendirektor Eduard Stopfer und dem Projektbetreuer Hochbegabtenklasse, Studienrat Thomas Stiegler, führte.
Zu wenig Lehrer in Kernfächern
Tenor am Ende: Genug der Reformen, so Studiendirektor Stopfer am Ende des Gesprächs. Das Gymnasium wolle erfolgreiche Schüler und wolle deshalb in Ruhe unterrichten. In den
Kernfächern gebe es immer noch zu wenig Lehrer, sagte Stopfer, der auch die Kürzung der Stundentafel ansprach.
„Schwache und gute Schüler verdienen gleichermaßen Förderung“, so Hacker in dem Gespräch. Er betonte, die Staatsregierung habe ihr Ziel von 5000 neuen Lehrern bis
zum Ende der Legislaturperiode mit 2700 gegenwärtig schon mehr als zur Hälfte erfüllt. Die FDP wolle die Struktur des Gymnasiums nicht antasten, sondern flexibler machen. Das
Gymnasium solle auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren können.
Zuvor hatte der Abgeordnete die Hochbegabtenklasse des Gymnasiums besucht. Dort werden 18 Kinder im Alter von zehn Jahren – der erste Jahrgang – unterrichtet und zeigten sich recht wissbegierig. Wie viele Mitglieder die FDP habe und wie man eine Partei gründet, wollten sie von Hacker wissen. Thema war auch das aus Sicht eines hoch begabten Schülers „doofe Sparpaket“.
ub
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