25.05.2010, 11:55 Uhr
NEUENMARKT/BAYREUTH. Kurier-Model Paula (19) ist jetzt auch noch im Damplokfieber. Kurz vor der Miss Volksfest-Wahl schob sie mal eben noch einen Termin in Neuenmarkt ein und trägt jetzt schwarz ...

Aber nicht vor Trauer, sondern weil sie nun als neue Kohlenhofprinzessin das Deutsche Dampflokmuseum in Neuenmarkt vertritt. „Vorher hatte ich ja nie etwas mit Loks zu tun, aber seit ich am Wochenende das erste Mal mitgefahren bin, bin ich Feuer und Flamme – das war echt der Hammer“, schwärmt die Frischgekrönte. Genau diese Begeisterung soll sie nun unter anderem bei zahlreichen Prinzessinnen-Treffen verbreiten. Denn Paula ist nicht die einzige Prinzessin im Lande. „Da gibt es beispielsweise eine Nudelhofprinzessin oder auch eine Schlossprinzessin, die dann die anderen auf ihr Schloss einlädt“, sagt Paula. „Ziel dabei ist es natürlich immer, die eigene Institution bekannter zu machen – sei es durch Fototermine oder durch Werbung auf Messen.“
Gleich am Freitag nach der Miss Volksfest-Wahl geht es für sie auch schon zum ersten Messe-Termin, am Samstag ist sie erneut auf einer Miss-Wahl – diesmal organisiert von einem Jeans-Label in Österreich. Momentan wird sie ihr Amt noch mit Hilfe ihrer Vorgängerin Anja I. einüben, ab September ist sie dann zwei Jahre lang die alleinige Repräsentantin des Neuenmarkter Museums – und zwar wirklich ganz allein …
Prinzessin oder nichts
Normalerweise hat die viel beschäftigte Kohlenhofprinzessin zwar eine Stellvertreterin nötig, doch in diesem Jahr konnten sich die zwei weiteren Bewerberinnen nicht für die Vize-Position erwärmen. Auf Platz 2, dem Stellvertreterinnen-Platz war am Samstag Romina Georg (18) aus Burgebrach gelandet - auch sie hatte alle zwölf Fragen der Jury richtig beantwortet. Doch die 18-Jährige behielt sich vor, über das Stellvertreterinnen-Amt noch eine Nacht zu schlafen. "Am nächsten Tag habe ich dann Bescheid gegeben, dass ich keine Stellvertreterin sein möchte", sagt Romina. "Denn ich hatte die Befürchtung, dass die Gewinnerin sich dann die guten Termine aussuchen kann und die Vize-Prinzessin dann den Rest übernehmen muss." Romina geht aber auch noch einen Schritt weiter: für sie sei es bei der Wahl nicht mit rechten Dingen zugegangen. "Ich finde, ich habe es besser gemacht. Mir wurde gesagt, ich hätte zu lang und zu hochdeutsch gesprochen - das hätte arrogant gewirkt", sagt sie. "Dabei geht es hier doch um ein Amt bei dem man gut sprechen können muss, um die Sache zu repräsentieren. Paula kann das meiner Meinung nach nicht."
Das war die Chance für das dritte Mädel im Bunde: die Bayreutherin Sindy Rothe. Doch auch sie sagte „nein“; sie fühle sich der Aufgabe - nach nochmaliger Überlegung - nicht gewachsen.
Dabei hätte die Stellvertreterin immerhin Kleid, Schmuck und Krone für sich gewinnen können – vielleicht nicht genug, wenn man den Preis für die Erstplatzierte bedenkt: ein roter Fiat 500 mit weißer Innenausstattung.
bk
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