SKISPORT. „Öfter mal was Neues – frisch und fröhlich ans Werk“ – dieses Motto haben die Bundestrainer für Skisprung und Nordische Kombination für den Start in die neue Saison mit der WM 2011 in Oslo als Höhepunkt ausgegeben.
Der silberne Moment bei den Olympischen Spielen in Vancouver: Michael Neumayer, Andreas Wank, Martin Schmitt and Michael Uhrmann (von links) freuen sich über den zweiten Platz im Mannschaftsspringen. Alle vier sind jetzt auch in Warmensteinach beim Fußball und dann in Bischofsgrün in ihrem Element, dem Skispringen, zu bewundern. Foto: dpa
Und weil das Fichtelgebirge dafür genau der richtige Ort ist, finden die ersten Sprünge der Besten im Lande nach mehrwöchiger Pause unter den Augen der „Chefs“ Werner
Schuster und Hermann Weinbuch dort auf der Matte der Ochsenkopfschanze in Bischofsgrün statt. Am Pfingstsonntag kommt es gleich zu einem reizvollen Wettbewerb.
Vancouver-Medaillengewinner wie Michael Uhrmann, Martin Schmitt, Michael Neumayer und Andreas Rank (Silber im Teamwettbewerb der Skispringer) sowie Tino Edelmann, Eric Frenzel und Johannes Rydzek
(Bronze bei den Kombinierer-Staffeln) haben erstmals in diesem Frühsommer die langen und breiten Sprunglatten angeschnallt, um sich wieder das Gefühl fürs Fliegen anzueignen.
Schuster sagte der Routine den Kampf an, möchte, dass seine Schützlinge „von eingefahrenen Abläufen wegkommen, um nicht in gleiche Fehlermuster wie früher zu
rutschen“.
„Der Lehrgang hier ist mehr ein spielerischer Beginn, um wieder in den Rhythmus zu kommen, ein erstes Herantasten“, verrät Weinbuch, der mit dem Deutschen Ski-Verband (DSV) ebenso
wie sein Kollege Schuster einen Vertrag bis zu den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi hat. Es ist das Fernziel der „Adler“ und auch der „Kombis“, bis dahin auch ohne die
Routiniers wieder eine schlagkräftige Mannschaft zu haben wie bei den letzten Olympischen Spielen in Vancouver.
In Warmensteinach wird aber erst mal Fußball gespielt. Am Samstag (17 Uhr, Anlage des SSV) treten die Meister der Schanzen und Loipen (verstärkt durch ihre Trainer sowie durch
Paralympics-Sieger Gerd Schönfelder) gegen die oberfränkische Damen-Auswahl an.
Der 40 Jahre alte Schuster sieht bei diesem Vergleich mit dem angeblich schwachen Geschlecht vor allem eines positiv: „Da kann ich läuferisch vielleicht für ein paar Minuten
mithalten.“
Nach der Partie wird dann ausgelost, welche Springer und Kombinierer tags darauf auf der 70-m-Schanze von Bischofsgrün ein Team bilden. Etwa 15 Zweier-Mannschaften werden am Sonntag um 13.30
Uhr laut DSV-Sportdirektor Horst Hüttel (Wunsiedel) zu dem Skispringen mit zwei Durchgängen an den Start gehen. Viele Talente werden zu sehen sein.
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