Fränkische-Schweiz-Chor singt bei Muttertagskonzert
TÜCHERSFELD. Die Premiere war gelungen: Zum ersten Muttertagskonzert des Fränkische-Schweiz-Museums, das der Fränkische-Schweiz-Chor gestaltete, waren rund 50 Zuhörer gekommen – darunter auch zahlreiche Mütter.
Beim Muttertagskonzert sang der Fränkische-Schweiz-Chor Lieder aus der Maienzeit. Foto: Weichert
Wegen der Witterungsverhältnisse am Muttertagsabend mussten die Veranstalter in die Tüchersfelder Herz-Jesu-Kirche ausweichen, da es im Museumshof zu kühl war.
Das Konzert stand unter dem Motto „Mai-Franken“ und der große Chor des Fränkische-Schweiz-Vereins unter der Leitung von Wolfgang Junga sang Maienlieder aus den vergangenen
1000 Jahren, verbunden mit einem musikalischen Streifzug durch die Fränkische Schweiz auf den Spuren des Dichters Viktor von Scheffel.
Den Konzertauftakt bildete ein Wanderlied in der Bearbeitung von Junga und das Lied „Maienzit“, gesungen nach dem Original von Minnesänger Neidhardt von Reuental. Er hat dieses
Lied im 13. Jahrhundert geschrieben. Danach ging es bei der Zeitreise ins 16. Jahrhundert ins England der Königin Elisabeth I mit dem „Maypole-Song“ – bis dann wieder ein
Lied von Neidhart von Reuental „Nun will der Lenz uns grüßen“ erklang, das als Reigenlied erst im 17. Jahrhundert vertont wurde.
„Komm, lieber Mai und mach die Bäume wieder grün“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), das Kinderlied „Der Kuckuck und der Esel“ von Hoffmann von Fallersleben
(1798-1874) und „Die beste Zeit im Jahr“ nach dem Text von Martin Luther (1483-1546), das von Arnold Mendelssohn (1855-1933) vertont wurde, waren weitere Maienlieder.
Dazwischen griff Junga auch einmal zum Dudelsack als das Schweizer Heischelied der Kinder „Der Maien ist kommen“ gesungen wurde. Mit der „Reise in die Fränkische“,
einer kleinen Kantate mit erstaunlichen und erbaulichen Bildern nach den Texten von Viktor von Scheffel, die von Lothar Schnabel und Wolfgang Junga vertont wurden, endete das erste
Muttertagskonzert des Fränkische Schweiz Museums. tw
INFO Der Fränkische-Schweiz-Chor probt einmal im Monat in verschiedenen Orten. Die nächste Probe findet am Dienstag, 11. Juni um 19.30 Uhr im Lindenkeller zwischen Kirchehrenbach und
Wiesentthau statt. Infos zum Chor unter der Nummer 0 91 94/14 33 montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr.
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