06.05.2010, 14:23 Uhr
AUERBACH. Die offene Ganztagesbetreuung an der Hauptschule Auerbach – seit kurzem offizielle eine Mittelschule – ist in trockenen Tüchern. 44 Anmeldungen für das zusätzliche Betreuungsangebot für Schüler lassen die Bildung von zwei Gruppen zu. Als Kooperationspartner konnte, wie berichtet, das Kolping Bildungswerk Ostbayern gewonnen werden.
Nun fehlt im Prinzip nur noch eine Formalität: Demnächst wird beim bayerischen Kultusministerium der Förderantrag gestellt und, sobald der Bescheid eingetroffen ist, der
Kooperationsvertrag zwischen der Stadt als Schulaufwandsträger und dem Kolping-Bildungswerk unterzeichnet. Somit startet das Betreuungsangebot im kommenden neuen Schuljahr jeweils von Montag
bis Donnerstag, Ferien ausgenommen. Neben einem vollwertigen Mittagessen, bietet Kolping eine Hausaufgabenbetreuung oder Studierzeit für eineinhalb Stunden an. Danach können die
Ganztagesschüler an einem Freizeitangebot teilnehmen, welches musisch, gestalterisch oder sportlich sein kann.
Dazu braucht es Personal. Es wird eine Leiterin, die pädagogisch ausgebildet sein muss, auf Teilzeitbasis eingestellt. Sechs Betreuer sollen ihr auf Honorarbasis zur Seite stehen. Das
Betreuungspersonal sollte, so Bürgermeister Joachim Neuß gestern, zumindest die Befähigung haben, mit Kindern umzugehen. Arbeitgeber wird das Bildungswerk sein, Bewerbungen sind
allerdings an das Personalamt in Auerbach zu richten. Gestern stimmten Neuß, die Schulleitung sowie Jürgen Hahn und Anita Leser vom Kolpingzentrum in Amberg die letzten Einzelheiten
ab. „Mit der Ganztagesbetreuung können wir eine vollwertige Mittelschule bieten”, sagte Neuß. Sie sei ein wesentlicher Aspekt, um die Hauptschule Auerbach zu stärken.
Mit jeweils 5000 Euro pro Betreuungsgruppe ist die Stadt an den Kosten beteiligt. Insgesamt 43 000 Euro schießt der Freistaat dazu.
Die Einrichtung der Ganztagesschule verlief ohne Hürden. Schulleiter Rudolf Lutye spricht von einer Unterstützung der Stadt von Anfang an: „Dann tut man sich als Schulleiter
leicht”. Auch mit den Schulschwestern, Trägern des Kinderhorts im Haus St. Josef, habe es gutes Einvernehmen gegeben. Der Hort werde laut Neuß wegen seines erweiterten
Betreuungsangebots bestehen bleiben.
Lutye freut sich, künftig ein familiengerechtes Angebot unterbreiten zu können. 44 Anmeldungen seien für ihn ein klarer Beweis, dass der Bedarf vorhanden sei. Nach eine Vorabfrage,
bei der 60 Schüler ihr Interesse bekundeten, habe man eigentlich nur mit 30 Anmeldungen gerechnet. Die beiden Gruppen haben nun mit jeweils 22 Schülern eine ideale Stärke, meinte
Hahn.
tz/Foto: red
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