01.05.2010, 13:10 Uhr
ESSEN. Am Tag der Arbeit hat DGB-Chef Michael Sommer harte Auflagen für den Kapitalmarkt gefordert, um eine zweite Finanzkrise zu verhindern.
"Wir müssen vorbeugen und den Schamlosen in den Arm fallen", sagte er bei der zentralen DGB-Kundgebung am Samstag in Essen. Die nächste Krise gucke schon um die Ecke; eine zweite Krise dieser Art sei nicht beherrschbar und bedrohe letztlich Frieden und Demokratie. Kettenverbriefungen und "schamlose Geschäfte" müssten verboten und eine Steuer auf Finanztransaktionen erhoben werden, forderte Sommer.
Außerdem müssten die Banken für den bisher schon angerichteten Schaden aufkommen. Dazu reiche die von der Regierung verabschiedete Bankenabgabe bei weitem nicht aus: "Die ist so lächerlich gering, dass sie nicht einmal den Bankrott einer Dorfsparkasse auffangen könnte." Bundesweit haben die Gewerkschaften fast 450 Veranstaltungen zum 1. Mai organisiert. Hauptthema ist neben der Wirtschaftskrise die Zunahme schlecht bezahlter und unsicherer Beschäftigung.
dpa
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