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19.04.2010, 11:56 Uhr

 

Kinder-Oper nach 30 Minuten ausverkauft

Von Christina Knorz

BAYREUTH. Wahnsinn! „Damit hat niemand gerechnet“, sagte Alexander Busche Produktionsleiter der Reihe „Wagner für Kinder“ gestern Mittag um 12 Uhr noch völlig überrascht von dem Riesenansturm auf die Karten für „Tannhäuser“. Um 11 Uhr waren bereits 110 000 Zugriffe auf der Seite der Bayreuther Festspiele zu verzeichnen, die den Server kurzfristig in die Knie zwangen. Bis 11.30 Uhr waren es 300 000 Zugriffe und die 1800 Karten für die zehn Kinder-Oper-Vorrstellungen restlos weg.

 

Um 11.01 Uhr wurde der Link zur Online-Karten-Bestellung freigeschaltet. Da warteten allerdings schon Zehntausende Internet-Nutzer weltweit auf das Bestell-Formular und drückten im Sekunden-Takt auf „Seite aktualisieren“, um den Link nicht zu verpassen. „Das hat den Server in die Knie gezwungen“, sagte Peter Maisel, Geschäftsführer der TMT Teleservices. 50 000 Zugriffe hätte der Server verkraftet, aber über 100 000 wären einfach zu viel gewesen. So baute sich die Seite – sicher zum Unwillen vieler User – einige bange Momente nicht mehr auf. Dann sorgte TMT schnell für Abhilfe und der Run auf die Karten konnte weitergehen.

Anders als im Vorjahr war es diesmal nötig, sich zunächst wie bei einem Online-Shop zu registrieren. Erst nach einer Verifizierungs-Mail konnte bestellt werden – man musste also fix im Ausfüllen sein, um noch an Karten zu kommen. Maisel: „Dadurch haben wir aber auch keine Mehrfachbestellungen wie im letzten Jahr, die händisch aussortiert werden müssten.“

Um 11.20 Uhr gab es nur noch Restkarten, um 11.30 Uhr war das Kontingent erschöpft. Dabei hatte Busche extra jeweils 100 Karten der Vormittagsvorstellungen zurückgehalten, um sie an Schulklassen zu vergeben. „Schließlich wollen wir möglichst viele Kinder ansprechen und das geht mit Klassen besser als mit Einzelbestellungen“, erklärte der Produktionsleiter. Denn wie im letzten Jahr konnten ein Erwachsener plus Begleitperson – die 20 Euro zahlt – mit vier Kindern eine Vorstellung besuchen. Aber auch bei den Schul-Bestellungen hieß es nach kurzer Zeit: Nichts geht mehr. Zirka 60 Mails gingen in kurzer Zeit ein. Die schnellsten Lehrer bekommen den Zuschlag – und natürlich sollen möglichst viele verschiedene Schulen berücksichtigt werden.

Anfragen auch aus Japan

Bis 11.30 Uhr zählte TMT 300 000 Zugriffe auf die Homepage der Bayreuther Festspiele. Elf Prozent davon kamen aus aller Welt, darunter drei Prozent aus der Schweiz, jeweils zwei Prozent aus Österreich und Japan, aber auch etliche Anfragen aus den USA, Kanada, Spanien, Frankreich und Italien registrierte der Server. Der Großteil der Bestellungen kam aus Deutschland, aber nicht aus Bayreuth.

Die elektronischen Tickets mit Barcode werden ab 1. Juli verschickt. Beim Einlass wird dann mithilfe eines Scanners überprüft, ob es sich um gültige Tickets handelt.

www.bayreuther-festspiele.de



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