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23.03.2010, 12:14 Uhr

 

Neustart für die Exzellenzinitiative

Von Christian Martens

BAYREUTH. Die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder geht Ende des Jahres in die zweite Phase. Eine erste Frist endet im September. Insgesamt mit drei Anträgen will die Uni Bayreuth, wie Präsident Professor Rüdiger Bormann dem KURIER sagte, ins Rennen um die Millionenförderung von Graduiertenschulen und Exzellenzclustern gehen.

 

Bund und Länder wollen die Spitzenforschung in Deutschland stärken: Die Uni Bayreuth geht bei der Neuauflage der Exzellenzinitiative mit drei Anträgen ins Rennen. Foto: Archiv/red
Einen ersten großen Erfolg konnte die Uni Bayreuth in der zweiten Runde der ersten Programmphase im Oktober 2007 mit der fünfjährigen Förderung der Internationalen Graduiertenschule für Afrikastudien – BIGSAS feiern. Ende dieses Jahres geben Bund und Länder den Startschuss für die Fortsetzung des 2,7 Milliarden Euro schweren Förderprogramms für die Zeit von 2012 bis 2017. Im September endet die Ausschreibung. „Selbstverständlich werden wir die Fortsetzung von BIGSAS beantragen“, sagte Bormann auf KURIER-Nachfrage.

Überarbeiteter Neuantrag

Nachdem ein Antrag für ein Exzellenzcluster aus dem Bereich der Polymerforschung vor zwei Jahren nur knapp gescheitert ist, soll dieses „mit geänderter Ausrichtung“ wieder beantragt werden. Zusätzlich, und das war bisher nicht bekannt, wird sich die Hochschule mit einer Bewerbung aus dem Bereich der Geoforschung um ein Exzellenzcluster bewerben. „Seinerzeit gab es auch schon eine Projektskizze, die aber nicht zur Antragstellung aufgefordert wurde“, so Bormann. Die Vorauswahl in dem zweistufigen Verfahren sei sehr scharf, somit müssen bereits die zunächst geforderten Skizzen mit großer Sorgfalt erstellt werden. Die Vorbereitungen laufen, konkrete Inhalte müssen in den kommenden Wochen feststehen.

Wie die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern entschieden hat, sollen Graduiertenschulen ein bis 2,5 Millionen Euro pro Jahr erhalten, die Mittel für Exzellenzcluster liegen je nach Antrag zwischen drei und acht Millionen Euro. „Es ist inhaltlich sinnvoll, dass in der neuen Förderphase keine fixe Summe festgelegt worden ist. Wir beantragen eine finanzielle Unterstützung und die Gutachter bewerten, ob das Konzept inhaltlich überzeugt und finanziell realistisch kalkuliert ist“, erklärt Bormann. Strategisch setzt die Uni auf die Forschungsfelder, in denen die Kompetenzen hervorragend international ausgewiesen sind. „Die Konkurrenz wird härter als in den ersten beiden Runden“, ist sich Bormann sicher.

Die Exzellenzinitiative umfasst insgesamt drei Förderlinien: die Eliteuniversitäten, die Graduiertenschulen und die Exzellenzcluster – Letztere sind für die Uni Bayreuth relevant. Bei Graduiertenschulen handelt es sich laut DFG um „ein Qualitätsinstrument zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“. Sie sollen Doktoranden bestmögliche Promotionsbedingungen bieten. Die Exzellenzcluster hingegen zielen darauf ab, „an deutschen Universitätsstandorten international sichtbare und konkurrenzfähige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen zu etablieren“. Das Cluster soll wichtiger Bestandteil der strategischen thematischen Planung einer Universität sein.



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