BAYREUTH. Dieser Lichtenberg-Lehrstuhl ist der erste an einer bayerischen Universität und erst der vierte in Deutschland: Der Präsident der Universität Bayreuth, Professor Rüdiger Bormann überreichte Professor Arthur Peeters jetzt seine Ernennungsurkunde. Peeters ist neuer Lichtenberg-Professor für Theoretische Plasmaphysik.
Professor Dr. Walter Zimmermann (links) und Unipräsident Professor Rüdiger Bormann (rechts), heißen den neuen Inhaber des Lichtenberg-Lehrstuhls, Professor Arthur Peeters, willkommen. Foto: red
Im Juni 2009 hatte die Volkswagenstiftung Peeters, zu diesem Zeitpunkt Professor an der University of Warwick in England, den seltenen und hochrangigen Lichtenberg-Lehrstuhl für die Uni
Bayreuth zugesprochen. Mit mehr als einer Million Euro fördert die Stiftung den neuen, fünften Lehrstuhl in Theoretischer Physik in Bayreuth, den man an der Hochschule als bedeutende
Stärkung des Forschungsschwerpunktes „Nichtlineare Dynamik und Strukturbildung“ wertet.
Die Physik an der Universität Bayreuth suchte und fand mit Peeters einen international herausragenden Wissenschaftler, der insbesondere die Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für
Plasmaphysik (IPP) in Garching, einem der beiden führenden europäischen Zentren zur Fusionsforschung, stärkt. „Eine Kooperation zwischen der Universität Bayreuth und dem
IPP liegt inhaltlich nahe, denn die Theoretische Plasmaphysik stützt sich auf die Gebiete Nichtgleichgewichtstheorie, Nichtlineare Dynamik und Computational Physics, die an der
Universität Bayreuth alle vertreten sind“, so Professor Walter Zimmermann, Inhaber des Lehrstuhls Theoretische Physik I und Vorsitzender der Berufungskommission für den
Lichtenberg-Lehrstuhl. Die Uni Bayreuth biete damit eine ausgezeichnete Umgebung – auch im Hinblick auf fachübergreifende Forschungsinitiativen.
Der Lehrstuhl für Plasmaphysik ist mit seiner Ausrichtung auf den Grundlagenbereich zur Fusionsenergieforschung und astrophysikalische Plasmen der einzige an einer deutschen Universität.
Mit der Lichtenberg-Professur ist es der Bayreuther Physik nach Professor Matthias Schmidt aus Bristol zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres gelungen, einen international herausragenden Forscher
aus dem Ausland zu überzeugen. red
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