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13.03.2010, 08:00 Uhr

 

Eisige Zeiten für Gärtner

KULMBACH. Statt milder Temperaturen gibt es noch eine gehörige Portion Schnee. Eisige Zeiten bedeutet das Wetter besonders für Gärtner.

 

Gärtnerin Renate Kreul befürchtet, dass der lange kalte Winter Folgen haben könnte, denn nicht nur die empfindlichen Spitzen des Salbeis drohen zu vertrocknen. Foto: Fölsche
Der Frühling lässt heuer auf sich warten. Anstatt milder Temperaturen gibt es noch eine gehörige Portion Schnee. Eisige Zeiten bedeutet das Wetter besonders für die Gärtner.

„Die Kauflaune bei dem Erwerb von Frühjahrsblühern hält sich bei der Bevölkerung in Grenzen“, sagt Gabriele Morat von der gleichnamigen Gärtnerei in Marktleugast. „Die Gewächshäuser sind noch voll und müssen beheizt werden. Denn minus zehn Grad in der Nacht schädigen selbst die robusten Primeln, Gänseblümchen oder Osterglocken.“ Es werde Zeit, dass es wärmer wird, betont sie. Denn schon in zwei Wochen beginnt die Aufzucht der Geranien. „Wenn das Wetter so bleibt, müssen wir kräftig heizen“, so ihre Befürchtung.

"Gefrorene Wurzelbereiche können kein Wasser aufnehmen"

Wie Renate Kreul von der Staudengärtnerei im Trebgaster Ortsteil Lindau sagt, hat „das beständige kalte, schneereiche Winterwetter die Stauden wenig in ihrer Ruhephase gestört“. Nun aber, ohne die schützende Schneedecke und bei relativ viel Sonne und Wind, besteht gerade bei den halbverholzenden Pflanzen wie Lavendel, Thymian, Küchensalbei oder Sonnenröschen die Gefahr, dass sie austrocknen. Denn „die gefrorenen Wurzelbereich können kein Wasser aufnehmen und somit die Blätter nicht versorgen. Der Wind und die Sonne dagegen trocknen die Pflanzen aus, was zu Schädigungen führt“, erklärt Renate Kreul. Durch die kalte Witterung seien zudem viele „Vermehrungsarbeiten“ nicht möglich, bedauert sie und befürchtet, dass sich auch das Herrichten des verkaufgerechten Freilandquartiers heuer verzögert. „Die Saison geht heuer sicher später los“, vermutet Renate Kreul und bleibt dennoch optimistisch: „Wir Gärtnerinnen freuen uns auf die Frühlingsblüher und stehen für unsere Kunden in den Startlöchern.“

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INFO: Welche Auswirkungen der lange Winter für die Eisdielenbesitzer und auf das Baugewerbe hat, lesen Sie am Samstag im KURIER.



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