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12.03.2010, 17:50 Uhr

 

Kooperation: Jüdisches Museum – jüdische Gemeinde

Von Christina Knorz

BAYREUTH. Die Jüdische Gemeinde Bayreuth und das Jüdische Museum Berlin werden für ein Schulprojekt kooperieren.

 

Felix Gothart (Jüdische Gemeinde Bayreuth) und Hartmut Koschyk (CSU). Foto: Harbach

Was die Übergabe eines kleinen Geschenks für schöne Nebeneffekte haben kann: Am Ende stand die Kooperation der Jüdischen Gemeinde Bayreuth mit dem Jüdischen Museum Berlin für ein Schulprojekt fest, das noch vor den Sommerferien stattfinden soll. Außerdem brachte Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium, die Idee einer Sondermarke zur Sprache, sobald die Neu-und Umbauten der Kultusgemeinde in Bayreuth abgeschlossen sind.

"Mobiles Museum" auch in Bayreuth

Zu Koschyks Amt als Staatsminister gehört auch die Präsentation von Sondermarken – da das Finanzministerium die Herausgabe der Briefmarken vom abgeschafften Post- und Telekommunikationsministerium übernommen hat. Außerdem sitzt Koschyk im Kuratorium des Jüdischen Museums Berlin. Für ihn selbstverständlich, nach Synergiemöglichkeiten zwischen Berlin und Bayreuth zu suchen. So setzte er sich erfolgreich dafür ein, dass die Tour „mobiles Museum“ des Jüdischen Museums auch nach Bayreuth kommen wird, in Kooperation mit der israelitischen Kultusgemeinde. Bei deren Vorsitzendem Felix Gothart stieß die Idee sofort auf offene Ohren. Nun sollen Schulen angeschrieben werden, um das Projekt zu bewerben. Das mobile Museum gibt Einblicke in jüdische Religion und Kultur. Interessierte Schulen können sich an Koschyks Wahlkreisbüro unter 0921/7643015 wenden.

Anlass des Treffens gestern Nachmittag im Operncafé war die Übergabe eines sogenannten Ersttagsalbums mit der Sondermarke Jüdischer Hochzeitsring an Felix Gothart. Der Ring stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde in Erfurt 1998 zufällig wiederentdeckt. Er ist ein seltenes Zeugnis jüdischen Lebens in Deutschland während des Mittelalters. Im Februar kam die Sondermarke heraus. Bei der Präsentation in Erfurt kam Koschyk mit dem Vorsitzenden der jüdischen Landesgemeinde über die geplanten Bayreuther Projekte ins Gespräch. Dass in den nächsten Jahren in der Münzgasse eine Mikwe gebaut, die Synagoge saniert und ein jüdisches Gemeindezentrum eingerichtet werden soll. Der thüringische Landesvorsitzende Wolfgang Nossen bat Koschyk darum, Gothart gute Wünschen und eben solch ein Ersttagsalbum zu übermitteln. Koschyk: „Nossens Vorschlag bin ich gerne nachgekommen.“

Bayreuther Sondermarken

Den Druck einer Bayreuther Sondermarke hält Koschyk für realistisch, wenn die Neu- und Umbauten in der Münzgasse in einigen Jahren – Gothart rechnet mit vier Jahren – abgeschlossen sind. „Ich übergebe die Sondermarke Jüdischer Hochzeitsring auch symbolisch für dieses sehr ehrgeizige Projekt“, sagte Koschyk. Fest steht bereits, dass es eine Sondermarke und auch eine Sondermünze zum Liszt-Jubiläum 2011 geben wird. Dafür habe sich das Land Thüringen besonders eingesetzt. Ob es eine Sondermarke 2013 zum 200. Geburtstag Richard Wagners geben werde, stehe noch nicht fest. Gleichwohl sei ein Vorschlag beim Finanzministerium eingegangen, sagte Koschyk auf KURIER-Anfrage, nicht nur, aber auch von der Stadt Bayreuth. Ein Programmbeirat im Ministerium entscheidet über die eingehenden Vorschläge. Koschyk und Gothart versprachen, im Kontakt zu bleiben. Schon am Sonntagabend werden sie wieder zusammentreffen. Dann findet die Feierstunde anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Bayreuther Synagoge statt.

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UMFRAGE

Nach der Loveparade in Duisburg werden Diskussionen um die Sicherheit auf derartigen Großveranstaltungen laut. Daher wollen wir von Ihnen wissen: Trauen Sie sich noch auf Massenevents oder bleiben Sie lieber zu Hause?

Ein mulmiges Gefühl werde ich sicherlich haben, aber das hält mich nicht vom Feiern ab. Es wird beim nächsten Mal schon nichts passieren.
Ich gehe davon aus, dass die Sicherheit bei zukünftigen Events stärker geprüft wird. Daher habe ich keine Bedenken, Großveranstaltungen zu besuchen.
Ich bleibe lieber zu Hause. Die Ereignisse haben mal wieder klar gemacht, dass die Sicherheit der Besucher nicht an erster Stelle steht.
Schon vor dieser Tragödie habe ich keine Großveranstaltungen besucht. Ein gewisses Risiko lässt sich nie ausschließen.
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