11.03.2010, 18:40 Uhr
HUMMELTAL. Mit einem Investitionsvolumen von 5,5 Millionen Euro will die Unternehmensgruppe SeniVita in Hummeltal ein Seniorenwohn- und Pflegeheim mit 71 Plätzen errichten. Doch kaum ist das Vorhaben bekannt, formiert sich auch schon Widerstand gegen das Bauprojekt.
Der Vorstand des etwa 650 Mitglieder starken SC Hummeltal nämlich befürchtet erhebliche Einschränkungen durch das Seniorenhaus: „Interessenskonflikte sind hier
programmiert“, so SC-Vorsitzender Michael Knott gestern am KURIER-Telefon. Die Einrichtung soll nämlich nördlich des Sportgeländes, im Anschluss an die Wohnbebauung am
Steinanger entstehen. Unter anderem prognostiziert Knott eine Verschärfung der Parksituation am Wochenende – wenn zum einen die Familien der Senioren zu Besuch kommen, auf dem
Sportplatz aber oft den ganzen Tag über Spielbetrieb herrscht. Darüber hinaus befürchtet Knott Beschwerden über den Lärm, der vom Sportplatz ausgeht. Sowohl vom
Spielbetrieb wie auch von geselligen Veranstaltungen rund um das Vereinsheim. Rund 40 000 Euro habe man in jüngster Vergangenheit in das Heim investiert – Einschränkungen und
einen daraus möglicherweise resultierenden Mitgliederschwund könne man sich seitens des SC keinesfalls leisten.
Den Ball flach halten will indes Dr. Horst Wiesent, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe SeniVita: Hummeltal sei das 14. Seniorenhaus, das er plane – und
ausnahmslos immer habe er gegen Vorbehalte ankämpfen müssen.
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