09.03.2010, 16:48 Uhr
BAYREUTH. Einem Abrutschen in eine Alkoholsucht will ab sofort das Präventionsprojekt Hart am Limit – Halt – vorbeugen. Dienstagnachmittag fand die Auftaktveranstaltung im Landratsamt statt.
„Früher wurde doch auch gesoffen. Einen Rausch mit nach Hause tragen, da ist doch nichts dabei. Uns war auch schon einmal schlecht, nach einem Saufgelage, und aus uns ist doch auch etwas geworden.“ – Was ist also anders am Alkoholkonsum der heutigen Jugend? Einem Abrutschen in eine Sucht will ab sofort das Präventionsprojekt Hart am Limit – Halt – vorbeugen. Dienstagnachmittag fand die Auftaktveranstaltung im Landratsamt statt.
Risiko-Check-Seminar
Ziel ist, Jugendliche, die sich ins Krankenhaus gesoffen haben, genau dort abzuholen. Wenn ein 17-Jähriger in Windeln auf der Kinderstation aufwache, sei er Gesprächen und Argumenten Erwachsener zugänglich. Diese Erfahrung wollen sich nun auch die Mitarbeiter des Halt-Projekts (bisher sind es zwei Frauen und ein Mann vom Krisendienst) zunutze machen. Jugendliche, die mit einer Alkoholvergiftung im Klinikum Bayreuth oder in der Sana Klinik in Pegnitz landen, werden dort aufgesucht. Mit den Jugendlichen, wenn möglich auch mit den Eltern, werden Gespräche geführt und die Jugendlichen sollen soweit motiviert werden, dass sie an einem Risiko-Check-Seminar teilnehmen, wo sie über die Risiken übermäßigen Alkoholkonsums informiert werden.
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