09.03.2010, 11:07 Uhr
BAMBERG. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat sich dem Ruf aus der Politik nach einer längeren Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch angeschlossen.
Schick plädierte dafür, die Frist auf 30 Jahre auszudehnen, um den Behörden auch wirklich zu ermöglichen, die Straftaten aufzuklären. "Dieses Recht und diese Pflicht sollte nicht infrage gestellt werden", sagte Schick. Er mahnte - wie von der Politik gefordert - eine enge Zusammenarbeit der Kirche und anderer betroffener Institutionen mit der Staatsanwaltschaft an. Bei jedem begründeten Verdachtsfall müssten sofort die Ermittlungsbehörden eingeschaltet werden.
In Bayern hatten sich zuvor schon Ministerpräsident Horst Seehofer und Justizministerin Beate Merk (beide CSU) für eine Verschärfung der Strafgesetze ausgesprochen. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, begrüßte eine Debatte über über die Verjährungsfrist bereits kurz nachdem die ersten Missbrauchsfälle bekanntgeworden waren.
dpa
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