08.03.2010, 10:00 Uhr
Von Ulrich Meyer, ddp
MEMMELSDORF/SCHWANDORF. Die Rückkehr des Winters hat Bayern am Wochenende in ein Verkehrschaos gestürzt. Die Polizei registrierte rund 2000 Unfälle.
Vier Menschen kamen auf schneeglatten Straßen ums Leben. Rund 200 Personen wurden verletzt, einige davon lebensgefährlich.
Bei einer Massenkarambolage mit 46 Autos auf der A 93 bei Schwandorf gab es mindestens 17 Verletzte. Ursachen waren laut Polizei zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Abstand auf schneeglatter
Fahrbahn. Allein in der Oberpfalz registrierte die Polizei über 200 Winterunfälle.
Zwei Tote
Bei Memmelsdorf (Landkreis Bamberg) starben zwei 26 und 31 Jahre alte Männer, die mit einem Kleinwagen in einer eisglatten Kurve auf die Gegenfahrbahn rutschten und dort mit einem Auto
zusammenstießen. Der Fahrer des anderen Autos erlitt leichtere Verletzungen.
In Oberfranken zählte die Polizei mehr als 130 Unfälle. Besonders betroffen waren die Landkreise Hof und Wunsiedel. Auf den Autobahnen 9, 70, 72 und 93 gab es rund 40 Karambolagen.
Sämtliche Fahrzeugführer wurden wegen nicht angepasster Geschwindigkeit bei winterlichen Straßenverhältnissen angezeigt. Ihnen drohen nun jeweils 150 Euro Bußgeld und
drei Punkte in Flensburg.
Im Kreis Nürnberg wurde eine 19-Jährige getötet, als ihr Wagen bei Glätte ins Schlingern geriet und mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstieß. Der 55-jährige
Fahrer des anderen Fahrzeugs überlebte schwer verletzt.
Zu schnell unterwegs
Wegen zu hoher Geschwindigkeit geriet bei Tirschenreuth ein 42 Jahre alter Kurierfahrer auf die Gegenfahrbahn. Der Klein-Lkw stieß dort frontal gegen einen mit vier Personen besetzten Wagen
eines 48-Jährigen. Durch den Aufprall wurde der nicht angegurtete Kurierfahrer aus dem Lkw herausgeschleudert. Er starb noch am Unfallort. Der Fahrer des anderen Wagens wurde mit
lebensgefährlichen Verletzungen ins Klinikum Bayreuth gebracht. Seine 41-jährige Lebensgefährtin und seine beiden Neffen im Alter von sieben und acht Jahren erlitten ebenfalls
schwere Verletzungen.
Im Landkreis Coburg kam ein Rettungsfahrzeug bei Schneeglätte nicht mehr weiter. Erst als der Räumdienst eintraf, konnte der Patient in die Notaufnahme gebracht werden.
Ein Schutzengel hat offensichtlich zwei Kindern beigestanden, die am Sonntag einen Frontalzusammenstoß zweier Autos bei Giebelstadt (Unterfranken) unversehrt überstanden. Ihre Eltern
wurden mit Verletzungen in eine Klinik gebracht. Die Kleinen sind wohlauf, sie waren in Kindersitzen vorschriftsmäßig angeschnallt.
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