BAYREUTH. Anika Herbst hat an der Universität Bayreuth Philosophy & Economics studiert. Ihr Zeugnis hat sie jetzt von Professor Stefan Jablonski, Vizepräsident der Universität Bayreuth für den Bereich Lehre und Studierende, und Professor Rainer Hegselmann, Inhaber des Lehrstuhls Philosophie I, bekommen. Die 22-Jährige ist die 250. Absolventin des Studiengangs.
Anika Herbst. Foto: red
Philosophie hat sie schon in der Schule interessiert. Nach dem Abitur war klar: Philosophy & Economics – das ist es. „Das wollte ich auf jeden Fall machen“, sagt Anika Herbst.
Drei Jahre hat sie mit ihrem Fach gelebt und wurde nicht enttäuscht. „Ich wollte über relevante Dinge nachdenken und Antworten auf existenzielle Fragen suchen, das war meine
Vorstellung von Philosophie. Dabei war mir ein Bezug zum Tages- und Weltgeschehen wichtig, weswegen die Kombination mit Ökonomie auf mich sehr attraktiv wirkte.“
Leidenschaft Theater
P & E hat ihre Erwartungen nicht nur erfüllt, in manchen Belangen wurden sie glatt übertroffen. Die Diskussionskultur, die an der Universität Bayreuth in diesem Studiengang
gepflegt wird, hat es Anika Herbst besonders angetan. „Meine Zeit in Bayreuth möchte ich nicht missen. Sie hat mich persönlich ein paar große Schritte nach vorn
gebracht.“
Auch, weil Anika Herbst in Bayreuth ihre andere große Leidenschaft, das Theaterspielen, entdeckt hat. Sie gehörte dem Ensemble der Studiobühne an und brachte es dabei zu solch
herausragenden Leistungen, dass die Münchner Otto-Falcken- berg-Schauspielschule sie im vergangenen September auswählte. Dort angenommen zu werden, kommt einem Lottogewinn gleich –
so viele bewerben sich und so wenige werden genommen. Die Schauspielerei, sagt Anika Herbst, hat durchaus Bezüge zu P & E. „Auf der Bühne muss man ganz klar sein, eine klare
Botschaft rüberbringen. Im Theater sagen wir dazu: Es gilt einen konkreten Subtext zu finden. Man darf sich nicht in sich selbst und seiner Gedankenwelt verlieren.“
Zukunft in der Schauspielerei
Ihre nähere Zukunft sieht Anika Herbst in der Schauspielerei, und die Aussichten sind in der Tat nicht schlecht: Die staatliche Schauspielschule in München ist den Kammerspielen
angegliedert, das bietet ihr eine konkrete Perspektive.
Künstlerisch möchte sie arbeiten und sich vielleicht in Zukunft auch auf das stützen, was sie an der Universität Bayreuth gelernt hat. Selbst mal ein kleines Theater zu
führen, das könnte sie sich für irgendwann später sehr gut vorstellen. „Umso mehr mit dem Hintergrund dieses Studiums“, sagt Anika Herbst. „Es gibt einem das
Gefühl, schon mal was geschafft zu haben.“ red
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