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28.02.2010, 10:00 Uhr

 

Gold für Friesinger-Postma und Co.

VANCOUVER. Zehntes Gold durch die Eisschnellläuferinnen, Silber für Andre Lange im Viererbob, so die deutsche Bilanz am Samstag.

 

Die überglücklichen Eisschnellläuferinnen holten Gold in der Teamverfolgung. Fotos: dpa
Die überglücklichen Eisschnellläuferinnen holten Gold in der Teamverfolgung. Fotos: dpa
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Die überglücklichen Eisschnellläuferinnen holten Gold in der Teamverfolgung. Fotos: dpa
Stolz zeigen sie ihre Medaillen.
Friesinger-Postma rutschte im Halbfinale auf dem Bauch über die Ziellinie.
André Lange (links) und seine Silber-Jungs.
Die Norwegerin Marit Björgen ist mit insgesamt fünf Medaillen, davon drei goldenen, die erfolgreichste Athletin der Olympischen Spiele 2010.
Felix Neureuther verlor im Stangenwald die Übersicht.
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Zehntes Gold durch die Eisschnellläuferinnen, Silber für Andre Lange im Viererbob: Die deutsche Olympia-Mannschaft hat in Vancouver ihr Turin-Ergebnis 2006 von 29 Medaillen wiederholt. Daniela Anschütz-Thoms, Stephanie Beckert und Katrin Mattscherodt feierten am vorletzten Wettkampftag der Winterspiele den Sieg in der Teamverfolgung. Anschließend raste der viermalige Olympiasieger Lange im Eiskanal von Whistler auf Rang zwei. Ihre dritte Olympia-Medaille in Vancouver verpasste Evi Sachenbacher-Stehle im 30 Kilometer- Langlauf. Ganze 14 Sekunden fehlten der Bayerin als Vierte zu Bronze.

USA haben die meisten Medaillen

Mit zehnmal Gold, zwölfmal Silber und siebenmal Bronze behauptete das deutsche Team vor den beiden letzten der 86 Entscheidungen in der Länderwertung Rang zwei hinter den Olympia-Gastgebern. Kanada erhöhte durch die Eisschnellläufer, Snowboarder Jasey Jay Anderson und die Curling-Herren sein Gold-Konto auf 13 und fiebert dem Eishockey-Traumfinale am Sonntagabend gegen die USA entgegen. Die meisten Medaillen vor dem Schlusstag sammelten die Amerikaner mit 36.

"Aus unserer Sicht hat die deutsche Mannschaft eine fantastische Leistung abgeliefert", zog Chef de Mission Bernhard Schwank nach 16 Olympia-Tagen zufrieden Bilanz. Vor vier Jahren war das deutsche Team nach elfmal Gold, zwölfmal Silber und sechsmal Bronze auf die gleiche Anzahl an Medaillen gekommen. Die mit zwei Mal Gold dekorierte Magdalena Neuner darf bei der Schlussfeier die deutsche Fahne tragen. "Ich freue mich riesig. Damit habe ich bereits bei meinen ersten Winterspielen alles erreicht, was ich erreichen kann", sagte die Biathletin, erfolgreichste deutsche Athletin in Kanada.

Gold trotz Sturz im Halbfinale für Eisschnellläuferinnen

Mit 2/100 Sekunden Vorsprung gewann das deutsche Eislauf-Trio am Samstag das Finale der Teamverfolgung gegen Japan und trat in die Fußstapfen der Gold-Mannschaft von Turin. Im Halbfinale hatten die Deutschen trotz eines Sturzes von Anni Friesinger-Postma, die auf dem Bauch liegend das Ziel erreichte, auch das US-Team knapp bezwungen. Für die angeschlagene Inzellerin, die ihre insgesamt fünfte Olympia- Medaille gewann, lief dann Mattscherodt. Bronze holten die Polinnen. Das Männer-Rennen gewann Kanada vor den USA und den Niederlanden.

Für Andre Lange erfüllte sich bei seiner letzten Dienstfahrt die Hoffnung auf das fünfte Olympia-Gold nicht. Der Oberhofer fand mit dem großen Schlitten die Ideallinie nicht, vermied im zweiten Lauf nur mit Glück einen Sturz und musste den Olympiasieg im Viererbob dem US-Amerikaner Steven Holcomb überlassen. Bronze errang Lyndon Rush aus Kanada. Thomas Florschütz belegte mit seiner Crew Platz vier, Karl Angerer wurde in einem Rennen mit vielen Stürzen Siebter.

Marit Björgen erfolgreichste Athletin

Polens Skilangläuferin Justyna Kowalczyk hatte am vorletzten Tag der Spiele das erste polnische Gold erobert. Im 30-Kilometer-Klassikrennen setzte sie sich vor Marit Björgen durch und verhinderte damit den vierten Olympiasieg der Norwegerin bei diesen Spielen. Mit dreimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze wurde Björgen dennoch zur erfolgreichsten Athletin in Vancouver.

Drei Olympiasiege feierte nach ihrem Erfolg über 1000 Meter auch die chinesische Shorttrackerin Wang Meng. Als Fünfter über 500 Meter verbuchte Tyson Heung das bisher beste Olympia-Resultat für die deutschen Kurvenflitzer überhaupt.

Neureuther nach Torfehler raus

Weniger glanzvoll verlief der zweite Olympia-Start von Felix Neureuther, der nach einem Torfehler im ersten Lauf des Slaloms ausschied. Das erste Alpin-Gold für Italien seit Alberto Tomba 1992 gewann Alberto Razzoli. Silber ging an den Kroaten Ivica Kostelic vor Andre Myhrer aus Schweden. Auf den Rängen vier und fünf blieben die Österreicher erstmals bei Olympia ohne Alpin-Medaille bei den Herren.

Platzierungen

Gold 

Silber 

Bronze 

1

Kanada

13

7

5

2

Deutschland

10

12

7

3

USA

14

13

4

Norwegen

8

8

6

5

Südkorea

6

6

2

Die Entscheidungen am Sonntag

18.30 Uhr: Langlauf, Männer, 50 km Massenstart (klassisch)

21:15 Uhr: Eishockey, Männer, Finale USA - Kanada




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Nach der Loveparade in Duisburg werden Diskussionen um die Sicherheit auf derartigen Großveranstaltungen laut. Daher wollen wir von Ihnen wissen: Trauen Sie sich noch auf Massenevents oder bleiben Sie lieber zu Hause?

Ein mulmiges Gefühl werde ich sicherlich haben, aber das hält mich nicht vom Feiern ab. Es wird beim nächsten Mal schon nichts passieren.
Ich gehe davon aus, dass die Sicherheit bei zukünftigen Events stärker geprüft wird. Daher habe ich keine Bedenken, Großveranstaltungen zu besuchen.
Ich bleibe lieber zu Hause. Die Ereignisse haben mal wieder klar gemacht, dass die Sicherheit der Besucher nicht an erster Stelle steht.
Schon vor dieser Tragödie habe ich keine Großveranstaltungen besucht. Ein gewisses Risiko lässt sich nie ausschließen.
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