23.02.2010, 17:25 Uhr
BAYREUTH. Der Stiftungsrat der Bayreuther Festspiele will die Pläne für die Erweiterung und Sanierung des Richard-Wagner-Museums voll unterstützen.
Die Villa Wahnfried, das einstige Wohnhaus Richard Wagners, soll in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben. Dort soll künftig das Leben und Wirken des Komponisten gezeigt werden. Im angrenzenden Park ist ein dreigeschossiger Neubau mit jeweils rund 600 Quadratmeter Platz für die neu gestaltete Dauerausstellung, Sonderausstellungen und Tagungen sowie für das Depot des Nationalarchivs der Richard- Wagner-Stiftung geplant.
Die Stasi-Vergangenheit von Festspielsprecher Peter Emmerich stand dagegen nicht auf der Tagesordnung des Stiftungsrates. Die vollständige Aufklärung des Sachverhalts werde bei einer Sitzung der Festspiel GmbH als dem zuständigen Arbeitgeber erfolgen, teilte Oberbürgermeister Hohl weiter mit. Emmerich hatte vor wenigen Wochen eingeräumt, dass er als junger Mann Ende der 1970er Jahre für einige Zeit als inoffizieller Mitarbeiter für den Staatssicherheitsdienst der DDR gearbeitet hatte. Der 51-Jährige war 1989 - wenige Monate vor dem Mauerfall - von Dresden nach Bayreuth gekommen. Festspielleiterin Katharina Wagner hatte bereits im Januar angekündigt, sie werde an Emmerich festhalten.
dpa
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