22.02.2010, 17:36 Uhr
FRANKFURT AM MAIN. Die Lufthansa-Piloten haben am Montag große Teile des Flugverkehrs in Deutschland lahmgelegt.
Die Zahl der Flüge hat sich fast halbiert. Zehntausende Passagiere waren betroffen. Derweil droht der Lufthansa ein weiterer Arbeitskampf mit einer anderen Berufsgruppe. Die Gewerkschaft "Unabhängige Flugbegleiter Organisation" (UFO) drohte am Montag mit Warnstreiks, falls die Lufthansa nicht umgehend Verhandlungen zu dem gekündigten Tarifvertrag für rund 16 000 Flugbegleiter aufnehme. Zwischen 0.00 Uhr und 11.00 Uhr wurden am Montag 633 Flüge der Lufthansa im deutschen Luftraum gezählt, ergab eine Auswertung der Deutschen Flugsicherung (DFS) auf Anfrage der Deutschen Presse- Agentur dpa. An einem vergleichbaren Montag, dem 8. Februar, seien dagegen in diesem Zeitraum 1106 Lufthansa-Flüge gezählt worden. Rund 4000 Piloten sind bis Donnerstag zum Streik aufgerufen. Nach einem Sonderflugplan der Lufthansa würden bis dahin rund 3200 Flüge ausfallen. Es wäre der größte Streik in der Geschichte der deutschen Luftfahrt. Die Lufthansa und deren Frachttochter Cargo wollten einstweilige Verfügungen gegen die Pilotenvereinigung Cockpit durchsetzen; darüber sollte noch am frühen Montagabend entschieden werden.
dpa
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