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17.02.2010, 20:23 Uhr

 

Ein oberfränkischer Exportschlager

RöDENTAL. Hummel-Figuren sind beliebter denn je. Das sagt Jörg Köster, Chef der Manufaktur Rödental.

 

In diesem Jahr feiern die liebevoll von Hand bemalten Keramik-Figuren ihren 75. Geburtstag.

Die Produktion war nach der Pleite der Firma Goebel, dem früheren Hersteller der beliebten Kinderfiguren, eingestellt worden. Köster, Geschäftsführer der Porzellanmanufaktur Hoechst, hatte die Betriebsausstattung und die Rechte Anfang vergangenen Jahres erworben und die Fertigung der weltbekannten Hummel-Figuren im Februar 2009 wieder aufgenommen.

Angesichts der Überflutung des Sammlermarktes hat der 49-Jährige die Produktpalette drastisch reduziert. „Wir stellen nur noch Figuren her, die wir auch in Deutschland fertigen können“ lautet seine Devise. Das Preissegment unterhalb von 120 Euro wurde wegen fehlender Wirtschaftlichkeit komplett gestrichen. So startete Köster mit 30 Mitarbeitern, musste aber bald aufstocken, um die wachsende Zahl von Bestellungen abarbeiten zu können. Mittelfristig will der neue Hummel-Chef zwischen 60 und 70 Leute in der Produktion beschäftigen.

Dabei kann er sich auf den weltweit immer noch mehr als 100 000 Mitglieder starken M.I.Hummel Club stützen. Für sie sind die Kinderfiguren nach den Zeichnungen der Ordensschwester Maria Innocentia Hummel, die 1946 im Alter von nur 37 Jahren starb, der Inbegriff der heilen Welt.

Weltweit bekannt wurden die Hummel-Figuren nach dem Zweiten Weltkrieg. US-Soldaten schickten sie als Souvenirs in ihre Heimat. So ist Amerika neben Europa der Hauptmarkt für das junge Unternehmen. Doch auch in Asien erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit. Der Absatz in Fernost macht mittlerweile rund 20 Prozent des Umsatzes von rund elf Millionen Euro aus.



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