15.02.2010, 17:20 Uhr
BAYREUTH. Die Bibliotheksverantwortlichen der Uni Bayreuth haben aus eigener Initiative eine Mini-Lounge eingerichtet.

Lounge abgelehnt
Eine Million Euro hätte der Vorschlag zum Bau einer Students Lounge gekostet. Mit überwältigender Mehrheit haben die Studenten das Projekt, das zu einem Großteil aus Studienbeiträgen finanziert werden sollte, abgelehnt.
„Davon unabhängig aber ist der Wunsch nach Räumlichkeiten, in denen man sich zwanglos treffen und ausruhen kann, nach wie vor aktuell“, sagt Kiel. Ohne zusätzliche
Ausgaben, dafür mit einer extra Portion Kreativität und Flexibilität hat man in der Unibibliothek reagiert und nach eigenen Angaben „einen Aufenthaltsraum mit
Klubatmosphäre“ geschaffen.
Möbel standen verteilt
Um den Studenten trotz knapper Flächen einen Platz zu bieten, wo sie sich entspannen, zusammensetzen und unterhalten können, wurden 22 Polstermöbel und passende Tische in der
Bibliothek in den vorderen Bereich des bisher für Ausstellungen genutzten Raums im Eingangsbereich gestellt.
Der Raum wurde geteilt, die Hälfte der rund 120 Quadratmeter mit einfachen Mitteln zur Mini-Lounge umgestaltet. Den Ausstellungsgedanken will Kiel, wenn auch in kleinerem Format, aufrecht
erhalten. Im abgetrennten Raum sollen künftig vor allem Ausstellungen mit Bezug zur Hochschule stattfinden.
"Ein Anfang"
„Natürlich reicht der Aufenthaltsraum in der Zentralbibliothek bei weitem nicht aus“, weiß Kiel. Aber es ist ein Anfang und ein Angebot, sich in der Mini-Lounge zu begegnen und zu entspannen. Aus diesem Grund hängt an der Tür auch ein Hinweisschild, auf dem keine Liste mit Verboten steht, sondern: „Hier dürfen Sie: lesen, sich ausruhen, essen und trinken, Musik hören (nur über Kopfhörer), sich unterhalten und Handygespräche führen.“
Bei dem sonst geltenden Handy-Verbot in der Bibliothek müssen Benutzer nun – gerade bei den eisigen Temperaturen – nicht zum Telefonieren vor die Tür. Das Angebot setzt
natürlich gegenseitige Rücksichtnahme voraus.
Neu in der Bibliothek sind auch auf Anregung von Benutzern und Mitarbeitern beschafften 200 Einkaufskörbe. Sie stehen in der Nähe der Ausleihtheken zur Verfügung, um Bücher,
Arbeitsmaterialien oder Laptops innerhalb der Lesesäle zu transportieren. Wer beim Verlassen der Bibliothek nicht weiß, wie er die ausgeliehenen Bücher tragen soll, der erhält
gratis eine Plastiktüte mit Uni-Logo und Sponsorenaufdruck.
Zentralbibliothek auch sonntags geöffnet
Seit dem 7. Februar ist die Zentralbibliothek auch sonntags von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Die Sonntagsöffnung, die aus Studienbeiträgen finanziert und mit studentischen Kräften
realisiert wird, wird zunächst probeweise bis zum 29. August angeboten. Aus EDV-technischen Gründen sind an den Sonntagen Ausleihen und Rückgaben nicht möglich.
mar
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