NEUENMARKT/WIRSBERG. Das geplante Kooperationsmodell Hauptschule und Wirtschaftsschule am Standort Neuenmarkt-Wirsberg steht kurz vor der Genehmigung.
Dies geht aus einem Schreiben des Kultusministers Dr. Ludwig Spaenle hervor, das Bürgermeister Siegfried Decker in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Schulverbandes Neuenmarkt-Wirsberg am
Samstag aus München erhielt.
Darin teilt der Kultusminister mit, dass die Regierung von Oberfranken das Staatliche Berufliche Schulzentrum Kulmbach und die Hauptschule Neuenmarkt-Wirsberg als Partnerschulen benannt hat. Der
Minister weiter: „Eine Entscheidung über die Kooperationsstandorte werde ich zeitnah treffen. Anschließend werden die detaillierten Regelungen des Schulversuchs durch die
Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus veröffentlicht, so dass die Kooperation zum Schuljahr 2010/11 beginnen kann.“ Bis dahin bittet
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle noch etwas um Geduld.
Zuversichtliche Stimmung
Schulverbandsvorsitzender Decker stellt dazu fest: „Diese Mitteilung klingt zuversichtlich und lässt uns hoffen. Wir gehen davon aus, dass sich das Warten für den Schulstandort
Neuenmarkt-Wirsberg lohnt. Neuenmarkt ist ein günstiger Standort, liegt zentral in Oberfranken und ist verkehrsgünstig auf der Straße und über die Schiene gut zu erreichen.
Unsere Schule ist modern ausgestattet und verfügt über eine Dreifach-Turnhalle mit Freisportanlagen. Andere Schulstandorte werden dadurch nicht geschwächt.“
Gerade das Argument hält Ver-bandsvorsitzender Decker für sehr wichtig: „Wir wollen niemandem etwas wegnehmen. Für den geplanten Schulverbund mit Stadtsteinach und Marktleugast
wäre der Zuschlag ein wichtiger Baustein. Wenn die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule gelingen soll, dann brauchen wir dazu das Unterrichtsangebot einer staatlichen
Wirtschaftsschule.“
Wie Decker weiter mitteilt, sind bei der Schulleitung bereits Anfragen von interessierten Eltern für diese neue Schulart eingegangen. Decker dazu: „Ich denke, dass bei den Eltern
genügend Interesse am Kooperationsmodell Haupt- und Wirtschaftsschule besteht. Ich wünsche mir deshalb für alle Beteiligten, dass Herr Kultusminister Dr. Spaenle bald eine
Entscheidung für dieses Pilotprojekt in Oberfranken trifft. Bei allen, die uns bisher bei unseren Bemühungen tatkräftig unterstützt haben, bedanke ich mich bereits im Voraus,
dabei auch im Namen der angeschlossenen Gemeinden des Schulverbandes Neuenmarkt-Wirsberg. Wir werden zusammen mit der Lehrerschaft, dem Staatlichen Schulamt und dem Beruflichen Schulzentrum
Kulmbach alles tun, damit dieser Schulversuch erfolgreich ist.“ Dazu werde auch die Kooperation mit der heimischen Wirtschaft verstärkt und eine Vernetzung Schule und Wirtschaft
aufgebaut.
Eine weitere, erfreuliche Mitteilung erhielt der Schulverband Neuenmarkt-Wirsberg dieser Tage aus München: Die pauschale Zuweisung zu den Kosten der Schülerbeförderung 2010 wird
für den Schulverband auf 104 117 Euro festgesetzt.
Decker dazu: „Ich freue mich über die Bewilligung, die wir auch im Haushalt so berücksichtigt haben. Die Schulbuskosten sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen und werden in
Zukunft weiter ansteigen. Dabei haben wir in Neuenmarkt noch das Glück, beim Schulbusverkehr auf zwei örtliche Busunternehmer zurückgreifen zu können.“
Dadurch habe man vergleichsweise günstige Preise, weil die Anfahrt von außerhalb wegfalle. Trotzdem wünsche sich die Gemeinde eine Anhebung der Förderung von derzeit
durchschnittlich 60 auf 80 Prozent der Beförderungskosten: „Das hatten wir schon einmal.“ rei
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