11.02.2010, 17:00 Uhr
Von Peter Engelbrecht
WUNSIEDEL. Wölfe streifen offenbar seit einiger Zeit wieder durch das Fichtelgebirge.
„Wir gehen davon aus, dass hier Wölfe durchziehen. Wir haben mehrere Spuren, die darauf hindeuten“, sagte der Geschäftsführer des Naturparks Fichtelgebirge, Christian Kreipe in Wunsiedel. Kreipe vermutet, dass es sich um Tiere handelt, die aus Wolfsrudeln in der Lausitz (Sachsen) stammen. „Dort werden pro Jahr im Schnitt 15 Jungtiere geboren. Irgendwo müssen die ja hinwandern.“ Die Region sei nur etwa 250 Kilometer vom Fichtelgebirge entfernt. „In vier Tagen können die Tiere locker bei uns sein.“
Wolfskot sammeln
Die genaue Abstammung der Fichtelgebirgswölfe lasse sich erst durch genetische Untersuchungen feststellen. Dafür müsse Wolfskot gesammelt und analysiert werden. Dann hätte man
den hundertprozentigen Beweis, dass es sich wirklich um Wölfe handelt, und nicht etwa um Wolfshunde, die den Raubtieren vom Aussehen und der Fährte her sehr nahe kommen.
Auch der Rehauer Wolfsexperte Siegfried Hösch weiß von mehreren Spuren des Raubtieres im Fichtelgebirge. Auch er vermutet, dass die Tiere aus der Lausitz kommen. Dort gebe es inzwischen
sechs Rudel mit mindestens 30 Tieren. Pro Rudel kommen durchschnittliche fünf Jungtiere zur Welt, im zweiten Lebensjahr müssen die Jung-Wölfe abwandern und sich einen neuen
Lebensraum suchen. „Es ist damit zu rechnen, dass bei uns Wölfe durchziehen“, sagt Hösch.
Den ausführlichen Bericht lesen Sie im Kurier.
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