11.02.2010, 12:55 Uhr
MÜNCHEN. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hat die für Freitag in mehreren bayerischen Städten geplanten Bildungsstreiks als "Provokation" kritisiert.
Spaenle betonte, die Schüler seien im Zuge der umstrittenen Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre bereits "mehrfach entlastet" worden. Auch habe das Ministerium "viele kritische Hinweise" der Veranstalter der Protestaktionen bereits aufgegriffen. Das Ministerium stehe zu den "Maßnahmen, die die Schulleiter aus pädagogischer Verantwortung bei Verletzung der Schulpflicht verhängen".
Die SPD-Landtagsfraktion sprach den Schülern für ihr Engagement "großen Respekt" aus. An Spaenle appellierte sie, "von Repressalien jeglicher Art" für die teilnehmenden Schüler am letzten Tag vor den Faschingsferien abzusehen. Dagegen zeigte der Bayerische Philologenverband kein Verständnis für Demonstrationen während der Unterrichtszeit.
ddp
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