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10.02.2010, 10:50 Uhr

 

BR auf dem Ochsenkopf

Von Harald Judas

BISCHOFSGRÜN. Der Sendeturm auf dem Ochsenkopf ist ein weit sichtbare Wahrzeichen für das Hohe Fichtelgebirge. In das Gipfelrestaurant Asenturm direkt nebenan hat sich gestern der Bayerische Rundfunk für die Aufzeichnung einer „oberfränkischen Ausgabe“ der Bayerntour begeben.

 

Fotos: Harald Judas
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Über 100 begeisterte Zuschauer, die meisten aus den Orten rund um den Ochsenkopf, hatte die charmante Carolin Reiber mit herzlicher Begrüßung sofort auf ihrer Seite. Seit 1993 macht sie die Sendung nun und versteht es routiniert das Publikum einzustimmen. „Was Sie erleben, ist richtig Fernsehen – hautnah“, machte sie noch einmal richtig Lust auf die kommenden Stunden. Der Einstieg wurde jedoch außen gedreht. „Ein Traum – alles in Weiß“, schwärmte sie auf den Asenturm zuschreitend. Schon hier zeigte sich, dass Profis auf Perfektion auch im Detail setzen. Zwar stimmten nur Kleinigkeiten nicht. Wanderer, die falsch liefen oder kleine Versprecher hatten eine Neuaufnahme zur Folge. Erster Gast, ebenfalls noch vor dem Asenturm interviewt, war dann der Eiskletterer Jürgen Kölbel. „Da muss man ganz schön Kondition mitbringen“, mutmaßte Carolin Reiber und entlockte dem Bischofsgrüner, der in seiner Gemeinde auch einen Kletterpark betreibt und neben Eisklettern einen ganzen Katalog sonstiger Outdoor-Erlebnisse anbietet, unter anderem auch, dass er Bundeswehrausbilder im Einzelkampf ist.

Aber auch dem Erfinder des Bischofsgrüner Schneemanns Jakob – 25 Jahre ist es her – und des alljährlichen Schneemannfestes, Horst Heidenreich mit Sohn Berndt, widmete sich Carolin Reiber. Heidenreich plauderte aus dem Nähkästchen, wie dereinst wegen Schneemangels das rare Baumaterial im Nachbarort Neubau stibitzt werden musste. Nicht entlocken ließ er sich allerdings trotz Nachfragens, was Jakob in seiner neuen Pfeife raucht. „Echter Tabak?“, wollte die Moderatorin wissen. Doch Heidenreich blieb hart, denn „alles kenna mer net verrot’n“. „Ja erfinderisch sind die Menschen hier,“ so das wohl wahre Resümee der Münchnerin. Aber auch der aus Untersteinach bei Kulmbach stammende Kabarettist, Alleinunterhalter und vor allem Stimmenimitator Philipp Simon Goletz war auf den Ochsenkopf gekommen. Er sorgte nicht nur mit Michael Ponader aus Nagel für die musikalische Untermalung des Abends,sondern gab auch eine Kostprobe kunstvollen Nachahmens. So erklärte er glaubhaft, dass er sein Navigationsgerät mit neuen Stimmen füttern könne. Im Tonfall Herbert Grönemeyers gab er ein Beispiel: „Ich sagte dir doch, gerade fahren, doch du bist rechts abgebogen – was soll das?“ Nun, eine berechtigte Frage, die das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Doch der Abend sollte noch stimmungsvoller werden. Denn auch die „Volksmusikberaterin“ Carolin Pruy war zu Gast. Sie geht unter anderem in die Schulen und sorgt dafür, dass Schulkindern das Volksmusikgut beigebracht wird, oder aber in Wirtshäuser. Und genau dieses „Wirtshaussingen“ kam nun. Wie sie die Sangesqualitäten des Publikums einschätze, wurde sie von Carolin Reiber gefragt. „Die schauen alle begeisterungsfähig aus“, so ihre Einschätzung. Die so Gelobten, darunter auch Landrat Hermann Hübner und die Bürgermeister der Ochsenkopfgemeinden, gaben sich beim gemeinsamen Singen jedenfalls besondere Mühe. Weitere Gesprächsgäste waren die Fichtelberger Gebrüder Eckert, die ihr Automobilmuseum vorstellten, und der ehemalige Bayreuther Stadtförster Gotthard Eitler, der in den 80er Jahren als Erster auf das Waldsterben aufmerksam machte. „Ich glaube, es wird einzigartig“, hatte Carolin Reiber am Anfang noch gemutmaßt. Und sie behielt recht, denn ein einmaliges Erlebnis war der Abend, wobei Carolin Reiber auch sehr zufrieden mit ihrem Publikum war.

INFO:  Die Sendung wird 24. Februar um 20.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt.




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Nach der Loveparade in Duisburg werden Diskussionen um die Sicherheit auf derartigen Großveranstaltungen laut. Daher wollen wir von Ihnen wissen: Trauen Sie sich noch auf Massenevents oder bleiben Sie lieber zu Hause?

Ein mulmiges Gefühl werde ich sicherlich haben, aber das hält mich nicht vom Feiern ab. Es wird beim nächsten Mal schon nichts passieren.
Ich gehe davon aus, dass die Sicherheit bei zukünftigen Events stärker geprüft wird. Daher habe ich keine Bedenken, Großveranstaltungen zu besuchen.
Ich bleibe lieber zu Hause. Die Ereignisse haben mal wieder klar gemacht, dass die Sicherheit der Besucher nicht an erster Stelle steht.
Schon vor dieser Tragödie habe ich keine Großveranstaltungen besucht. Ein gewisses Risiko lässt sich nie ausschließen.
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