09.02.2010, 20:20 Uhr
Von Elmar Schatz, RNT
BAYREUTH/KULMBACH. Chirurgen haben in diesem Winter Hochkonjunktur. In Oberfranken gibt es 20 bis 30 Prozent mehr Unfälle.
Auf Glatteis ausgerutscht und das Handgelenk gebrochen, das passiert derzeit leider oft. Und aus dem Fichtelgebirge werden mehr verunglückte Skifahrer als in den schneearmen Wintern der
letzten Jahre ins Bayreuther Klinikum eingeliefert. Als Krankenhaus der Maximalversorgung mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 20“ nimmt es Patienten aus ganz Oberfranken auf, wie
Christiane Fräbel, Pressesprecherin der Klinikum Bayreuth GmbH, erläutert. Seit Schnee liegt, also etwa seit Weihachten, habe die Zahl der Fälle um etwa 20 Prozent
zugenommen.
20 bis 25 Prozent Steigerung registriert auch das Klinikum Kulmbach, wie Cornelia Wehner, Chefsekretärin von Chefarzt Dr. Gerhard Finkenzeller, auf Anfrage mitteilt.
Fast um ein Drittel stieg die Auslastung im Helmut-G-Walther-Klinikum Lichtenfels, meldet die dortige Sprecherin Yvonne Gast. Die starke Zunahme der Verletzungen durch Stürze verlange
größeren personellen Einsatz.
Deutschlandweit seien im Januar rund 20 000 gesetzlich Versicherte nach einem Sturz mit Arm- und Beinbrüchen oder offenen Wunden ins Krankenhaus gebracht worden, so die Krankenkasse
KKH-Allianz. „Es gab doppelt so viele Glatteisunfälle wie 2009.“
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