08.02.2010, 17:05 Uhr
Von Manfred Scherer
BAYREUTH. Ein 77-jähriger Mann hat am Montag vor Gericht gestanden, zwei seiner Enkelinnen sexuell missbraucht zu haben.
Ein 77-jähriger Mann hat am Montag in seinem Prozess vor dem Landgericht gestanden, zwei seiner Enkelinnen sexuell missbraucht zu haben. Die Tatorte waren im Elternhaus der Kinder im südlichen Landkreis und im Haus des Opas, der auswärts wohnt. Beide Opfer sind heute junge Frauen.
Eine der beiden ist der Anklage der Bayreuther Staatsanwaltschaft zufolge wesentlich stärker betroffen, als ihre zwei Jahre ältere Schwester: Der Opa ist „nur“ wegen eines Übergriffes gegen die ältere Schwester angeklagt. In diesem Fall geht es um Befummeln.
Schwerer sexueller Missbrauch
Gegenüber der jüngeren Schwester dagegen ging er in einer Vierzahl von Fällen viel massiver vor. Die Anklage legt ihm zur Last, die jüngere Schwester seit deren zehnten Geburtstag Ende der 90er Jahre regelmäßig entweder in deren Kinderzimmer oder bei sich im Bett schwer sexuell missbraucht zu haben.
Der juristische Kern der Vorwurf besagt, dass der Angeklagte seine Enkelin im Intimbereich begrapschte und dabei auch mit den Fingern in den Körper des Kindes eindrang. Zudem brachte er das
Kind dazu, ihn am Geschlechtsteil anzufassen.
Die Opferanwältin Doris Benker-Roth berichtete, dass ihre Mandantin schwer an den Folgen der Taten zu leiden habe: Die junge Frau hatte sich erst vor zweieinhalb Jahren in eine
Psychotherapie begeben und in der Folge von dem Missbrauch durch ihren Opa berichtet. Ärzte haben bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung festgestellt.
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