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04.02.2010, 19:00 Uhr

 

Festspiele: Erhöhte Preise lassen Nachfrage sinken

BAYREUTH. Schrumpfen auf hohem Niveau: Die Karten-Nachfrage bei den Bayreuther Festspielen geht seit Jahren kontinuierlich zurück.

 

Foto: Lammel

Schrumpfen auf hohem Niveau: Die Karten-Nachfrage bei den Bayreuther Festspielen geht seit einigen Jahren kontinuierlich zurück. Waren es 2007 noch rund 460.000 Kartenwünsche, sind es für die Festspiele 2010 noch knapp 399.000. Für Festspielsprecher Peter Emmerich noch lange kein Grund zur Besorgnis: „Wir müssten 180 Vorstellungen spielen, um dem Bedarf zu entsprechen“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung.

344.733 unerfüllte Kartenwünsche

Am kommenden Montag und Dienstag gehen die Absagen an alle heraus, die eine Karte gewünscht, aber keine bekommen haben. Das sind immerhin 344.733 unerfüllte Wünsche. Die Absage kommt damit gut einen Monat später als üblich. Durch die Verhandlungen über die Gewerkschaftsaufführungen habe sich die endgültige Kartenvergabe verzögert, sagte Emmerich.

Erst im Dezember stand fest, dass es nur eine statt der traditionellen zwei Gewerkschaftsaufführungen geben werde. Somit erhielten zirka 1900 Nachrücker die Chance auf eine Karte. „Da wir jede Preiskategorie händisch ändern mussten und das Computerprogramm nicht das neuste ist, dauerte es einfach ein bisschen“, erklärte Emmerich.

Ursachenforschung

Mehrere Ursachen sieht der Festspielsprecher für die sinkende Karten-Nachfrage. Einer der Gründe sei die deutliche Erhöhung der Kartenpreise im Herbst um 25 Prozent. Ein anderer hänge mit der Altersstruktur der Festspielbesucher zusammen. Emmerich: „Manch einem der älteren Generation behagen die neuen Inszenierungen nicht. Von Schlingensief 2004 begonnen, über den neuen ,Tristan’ und die ,Meistersinger’. Auch deshalb bemühen wir uns, ein jüngeres Publikum anzusprechen.“

ck




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