22.01.2010, 16:10 Uhr
NÜRNBERG. Die seit 10. Dezember in Nürnberg vermisste Studentin Maya P. ist tot. Es gebe keine Hinweise auf ein Verbrechen.
Abzuwarten seien allerdings noch die Ergebnisse der chemisch-toxikologischen Untersuchung, die erst in etwa vier Wochen vorliegen werden. Eine an der Leiche haftende Plastiktüte habe nach dem bisherigen Stand nichts mit dem Tod der Studentin zu tun. Offen bleibt, wie die junge Frau an einer Stelle in der Innenstadt ertrinken konnte, wo die Pegnitz gerade einmal 1,50 Meter tief ist. "Das werden wir jetzt noch prüfen", sagte der Polizeisprecher. Ebenfalls fortgesetzt werden soll die Suche nach dem Handy, der Handtasche und dem silbernen Damenfahrrad der Augsburgerin.
Freunde und Familie organisierten Suchaktion
Die Mutter von Maya P. hatte ihre Tochter am 22. Dezember im schwäbischen Krumbach als vermisst gemeldet. Freunde und die Familie zogen eine große Suche auf. Dabei verteilten sie auch Flugblätter und richteten eine eigene Internetseite ein. Nach ihren Angaben wurde die junge Frau zuletzt am 10. Dezember zwischen 15.00 und 16.00 Uhr in der Lorenzer Straße in der Nürnberger Innenstadt gesehen.
Die Angehörigen sind geschockt
Schließlich hatten Taucher ab Montag systematisch einen sieben Kilometer langen Abschnitt der Pegnitz zwischen dem Wohnort der Vermissten in Röthenbach und der Innenstadt abgesucht und dabei am Donnerstag den leblosen Körper der Studentin in der Pegnitz gefunden. Der Fundort lag nicht weit entfernt von dem Ort, an dem das Handy der Vermissten am 10. Dezember zuletzt geortet worden war. "Derzeit sind wir alle sehr geschockt", schrieben die Angehörigen auf der Internetseite in einer ersten Reaktion auf die Todesnachricht.
Keine Hinweise auf Selbstmord
In dem Internetauftritt schlossen sie Selbstmordabsichten der jungen Frau, die an der Nürnberger Kunstakademie studierte, aus. So habe sie sich mehrfach zufrieden über ihre aktuelle Lebenssituation geäußert und noch Zukunftspläne geschmiedet. Zudem habe sie als sehr zuverlässig gegolten.
Bei der rund sechswöchigen Fahndung, welche eine eigene Ermittlungskommission beschäftigte, hatte es zuletzt Hinweise auf einen Aufenthalt der Gesuchten in Hessen gegeben. So wollte sie ein Zeuge auf der Autobahn von Göttingen kommend bis in die Nähe von Kassel mitgenommen haben.
ddp
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