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18.01.2010, 19:40 Uhr

 

Studiengebühren: Millionen auf der hohen Kante

Von Christian Martens

BAYREUTH. Rund drei Millionen Euro der von Bayreuther Studenten bezahlten Studiengebühren sind noch nicht ausgegeben.

 

Die Hochschulleitung wollte gestern zu Höhe und Verwendung der gesparten Beiträge keine Stellung nehmen. Noch in dieser Woche sollen die Studierendenvertreter über die genaue Summe informiert werden.

Kein Abbau: Wie ein Mitglied des Studierendenparlaments gestern auf Nachfrage sagte, wächst die Summe der seit der Einführung der Gebühren im Sommersemester 2007 nicht ausgegebenen Beträge. Rund drei Millionen Euro, so die letzte Information, hat die Uni Bayreuth auf der hohen Kante liegen.

Die Frage nach der genauen Höhe blieb von der Hochschulleitung am Montag unbeantwortet. Im Wissenschaftsministerium in München ist die Zahl nicht bekannt, da die erhobenen Studiengebühren von den Hochschulen selbst verwaltet werden. Eine Sprecherin sagte aber: „Die Hochschulen sind angehalten, die Mittel zeitnah zu verwenden.“

Stau bei den Ausgaben

Im Juni 2008 hatte Unikanzler Dr. Ekkehard Beck den damaligen Sparbetrag von 2,7 Millionen Euro an der Uni Bayreuth damit begründet, in den ersten beiden Semestern sei es aus administrativen Gründen zu Verzögerungen gekommen. Anfänglich habe das eingenommene Geld, das ausschließlich der Verbesserung von Studium und Lehre dienen darf, schlicht nicht so schnell ausgegeben werden können. Inzwischen sind eineinhalb Jahre vergangen.

Zurzeit stimmen die Studenten nicht nur über eine allgemeine Absenkung der Beiträge von 500 auf 300 Euro ab. Sie geben auch ein Votum zur Frage ab, ob 600 000 Euro ihrer Beiträge in den geplanten Bau einer Students Lounge als neuem Aufenthaltsraum fließen sollen.

"Transparenz nicht ausreichend"

Bei einer Vollversammlung vergangenen Mittwoch hatten Präsident Professor Rüdiger Bormann und Vizekanzlerin Ricarda Rabenbauer erklärt, die finanzielle Beteiligung der Studenten würde aufgrund vorhandener Restmittel aus den ersten Beitragssemestern für keinen Fachbereich aktuell eine zusätzliche Belastung bedeuten.

Aus Sicht eines Studierendenvertreters ist die Bayreuther Hochschulleitung bemüht, besser über die Verwendung der Beiträge zu informieren. Dennoch lautet die Kritik: „Momentan ist die Transparenz nicht ausreichend.“




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