13.01.2010, 18:25 Uhr
Von Felicitas Wilke
BAYREUTH. Vier Zwölftklässler der Fachoberschule haben im Fach Wirtschaftslehre einen Kurzfilm über das Café Adebar gedreht.
Eine mehrmonatige, praktische Arbeit anstatt einer schriftlichen Schulaufgabe – das klingt nach Stress. Für vier Jungs aus der Fachoberschule (FOS) war es aber vor allem Spaß. Denn sie agierten als Drehbuchautoren, Regisseure und Kameraleute für ihren ersten eigenen Werbefilm.
Im Fach Wirtschaftslehre beschäftigen sich die Zwölftklässler mit dem Thema Marketing. Simpel ausgedrückt ist das Werbung zu machen für ein Unternehmen oder eine
Institution. Den Schülern der FOS wurde zur Aufgabe gestellt, eine soziale Einrichtung zu vermarkten.
Mit einem Drehblatt zum Erfolg
Andi (18), Phil (18), Jo (17) und Jan (18) entschieden sich für das Jugendcafé Adebar und trauten sich als Einzige in ihrer Klasse an einen eigenen Film heran. Im September begannen sie
mit der Ideensammlung für ihr Drehbuch, das laut Phil „eher ein Drehblatt“ war. An Ideen mangelt es dem Konzept aber trotzdem nicht. „In unserem Film zeigen wir vier
Gegenstände, die symbolisch für die Angebote des Adebar stehen“, erzählt Andi.
Das sind: ein Billard-Kö, der die bunte Freizeitgestaltung im Jugendcafé ausdrücken soll, ein Kochlöffel, der das tägliche warme Mittagessen symbolisiert, eine
Kaffeetasse für die Entspannung und zu guter letzt ein Schulblock für die Hausaufgabenbetreuung, die im Adebar angeboten wird.Obwohl die Jungs vorher noch keine Erfahrung mit der Kamera und
der Entstehung eines Films hatten, lief der Dreh wie am Schnürchen: Nur einen Tag haben die Fachoberschüler gebraucht, bis der Streifen im Kasten war. In den vergangenen Tagen wurde der
Werbespot noch geschnitten und die letzten Feinheiten geändert.
Jetzt ist der Film fertig und kann am 21. Januar im Unterricht präsentiert werden. Den Spot haben die Jugendlichen schließlich nicht einfach so gedreht – er zählt wie eine
Schulaufgabe.
Viel Spaß und ein bisschen Stress
Doch was ist nun besser? Einmalig ein paar Blätter mit vorher wiederholtem Stoff vollkritzeln oder monatelang eine praktische Arbeit anfertigen?Die Jungs sind sich einig: „Die
praktische Arbeit macht eindeutig mehr Spaß“, finden Andi, Phil, Jo und Jan. Zwar sei sie auch mit mehr Stress verbunden, weil man sich über einen viel längeren Zeitraum
hinweg mit ihr beschäftigt, doch sei es einfach abwechslungsreich gewesen, einen eigenen Film zu produzieren.
Werbung für das Café
Den Film und die ebenfalls zum Marketingkonzept dazugehörigen Flyer verwendet das Jugendcafé ab sofort auch, um Werbung für seine Angebote zu machen.
Der Spot soll den Schülern schließlich nicht nur eine gute Note einbringen, sondern auch seine Aufgabe als Werbematerial erfüllen: „Wir wollen den Jugendlichen mit unserem
Film zeigen, dass das Adebar eine coole Einrichtung ist und damit auch neue Leute anlocken.“
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