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21.12.2009, 20:40 Uhr

 

Studenten droht polizeiliche Räumung

BAYREUTH. Es steht fest: Eine Bescherung unterm Tannenbaum im H26 der Uni Bayreuth wird es so oder so nicht geben

 

Ganz ohne eigene Forderungen wollen die Studenten den Hörsaal H26 nicht aufgeben. Foto: Wunsch

Seit nun fast 34 Tagen ist der Hörsaal H26 der Uni Bayreuth besetzt. Bis Montagabend waren die streikenden Studenten entschlossen, ihren Protest gegen die Aufforderung von Unipräsident Professor Rüdiger Bormann auch während der Weihnachtsfeiertage fortzusetzen. Seit Montagabend ist klar: Bescherung unterm Tannenbaum im H 26 wird es so oder so nicht geben.

In einem Gespräch mit einer kleinen Delegation der Hörsaalbesetzer hatte Bormann am frühen Nachmittag die Konsequenz eines Streiks während der Weihnachtsferien erstmals deutlich gemacht: Sollte keine einvernehmliche Lösung zwischen streikenden Studenten und Hochschulleitung gefunden werden, ziehe er die Möglichkeit einer polizeilichen Räumung in Betracht. Damit würde Bormann, der die Besetzung bislang geduldet hatte, von seinem Recht als Hausherr auf dem Campus Gebrauch machen.

Am Abend diskutierten die Studenten im Plenum die neue Situation: Entweder sie verlassen den Hörsaal freiwillig oder sie werden geräumt. So oder so war dies das Aus für einen Heiligen Abend im Hörsaal. Noch im Anschluss an die Diskussion haben sie den Unipräsidenten darüber informiert, H26 unter folgenden Bedingungen vorübergehend frei zu geben: Erstens, wenn er in einer öffentlichen Aktion mit ihnen gemeinsam den Hörsaal abschließt. Und zweitens, wenn er über den Jahreswechsel eine Protestaktion auf dem Rondell, dem zentralen Platz des Campus, dulde. Hier wollen die Studenten mit brennenden Tonnen als Mahnmal ihre Zelte aufschlagen. Andernfalls wollen sie es auf eine Räumung durch die Polizei ankommen lassen. Die Entscheidung fällt am Dienstag.

mar




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Nach der Loveparade in Duisburg werden Diskussionen um die Sicherheit auf derartigen Großveranstaltungen laut. Daher wollen wir von Ihnen wissen: Trauen Sie sich noch auf Massenevents oder bleiben Sie lieber zu Hause?

Ein mulmiges Gefühl werde ich sicherlich haben, aber das hält mich nicht vom Feiern ab. Es wird beim nächsten Mal schon nichts passieren.
Ich gehe davon aus, dass die Sicherheit bei zukünftigen Events stärker geprüft wird. Daher habe ich keine Bedenken, Großveranstaltungen zu besuchen.
Ich bleibe lieber zu Hause. Die Ereignisse haben mal wieder klar gemacht, dass die Sicherheit der Besucher nicht an erster Stelle steht.
Schon vor dieser Tragödie habe ich keine Großveranstaltungen besucht. Ein gewisses Risiko lässt sich nie ausschließen.
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