20.12.2009, 16:20 Uhr
BAYREUTH. Erstmals seit 1983 hat mit Ludwig Schick wieder ein Bamberger Erzbischof die Justizvollzugsanstalt Bayreuth besucht.
Er feierte mit rund 150 Gefangenen Gottesdienst, anschließend kam es zu einer Begegnung mit Insassen und Bediensteten. Im Mittelpunkt von Schicks Botschaft stand die Versicherung an die
Gefangenen: „Jeder Mensch ist wichtig, Gott schreibt keinen ab. Auch Sie gehören dazu.“
Den JVA-Mitarbeitern gab Schick mit auf den Weg, „dass Ihre Arbeit von uns geschätzt wird“. Diese sei alles andere als einfach und werde von außen kaum gewürdigt.
Allerdings betonte er auch, dass die Gefangenen als Menschen behandelt werden müssten, ohne ihre Verfehlungen dabei zu vergessen. Die Resozialisierung müsse an erster Stelle
stehen.
Anstaltsleiter Dieter Waas bezeichnete den Besuch Schicks als „ganz außergewöhnlichen Tag für uns. Vor allem freuen wir uns immer, wenn wir als JVA wahrgenommen und unsere
Arbeit gewürdigt wird.“ Das habe der Erzbischof in besonderer Weise getan.
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